Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956936
46 
Vorlesung. 
Fünfte 
anheftet. An der Grenze zwischen oberem und mittlerem 
Dritteil des Körpers verbreitet sich dieser Rand zu einer 
rauhen Fläche von der Gestalt eines V (7. Fig. I2), mit 
nach oben gerichteter Oeffnung, welcher der Sehne des Delta- 
oder Schultermuskels zum Ansatzpunkt dient.  
Das untere Endstück des Oberarmbeines muss in seinen 
Einzelheiten eingehend besprochen werden, denn die Kenntnis 
seiner Gestaltung erschliesst uns das Verständnis der vSchar- 
nierbewegunge im Ellenbogengelenk und wird zugleich einige 
Besonderheiten der äusseren Formen in dieser Körpergegend 
erklären. Dieses untere Endstück ist von vorn nach hinten 
abgeflacht und verbreitert sich zu einer quergestellten Platte, 
deren unterer Rand drei glatte, mit Knorpel überzogene 
Vorragungen erkennen lässt. Von diesen drei Vorragungen 
bilden zwei miteinander eine richtige Rolle (12. Fig. 12), 
welche eine Hohlkehle und zwei erhabene Ränder zeigt. 
Man nennt diesen Abschnitt lateinisch Trochlea. Von den 
beiden Rändern der Rolle ragt der innere stärker vor, steht 
also tiefer als der äussere. Der dritte Vorsprung ist niedrig, 
abgerundet und wird das Köpfchen (Condylus  oder emi- 
nentia capitata) genannt. An den Seiten des unteren End- 
stückes vom Oberarmbein befindet sich je ein rauher, nicht 
in Gelenkverlaindung stehender Vorsprung, welche Muskeln 
und Bändern zum Ansatz dienen und als äusserer und 
(Der 
E p i- 
E p i- 
in n e r e r O b e r a r m k n 0 r r e n bezeichnet werden. (Der 
äussere über dem Condylus gelegen , wird auch wohl E p i- 
c oln d y 1 u s , der innere über der Trochlea gelegene E p i- 
t r o ch 1 e a genannt). 
Das untere Endstück des Oberarmbeines steht in Gelenk- 
Verbindung mit den oberen Enden der beiden Unterarm- 
knochen, deren Gestalt wir zunächst beschreiben müssen, um 
über die Bewegungen im Ellenbogengelenk und die Formen 
dieses Körperteiles zur Klarheit zu kommen. 
Der Unterarm besteht aus zwei Knochen (Fig. 13), 
welche, wenn der Arm mit der Handüäche nach vorne ruhig 
am Körper herabhängt, gleichlaufend neben einander liegen,
        

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