Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956834
36 
Vierte 
Vorlesung. 
und hintere Rand sind beide glatt, aber entsprechend der 
erwähnten Krümmung, teils vorgewölbt, teils eingebogen. 
Das innere Ende verdickt sich zu einer Art Köpfchen, 
welches mit dem entsprechenden seitlichen Einschnitt an dem 
Griff des Brustbeines in Gelenkverbindung steht; das äussere 
Ende ist von oben nach unten abgeplattet und durch ein 
Gelenk mit der Schulterhöhe verbunden. Diese Gelenke haben 
l  den Zweck, die Bewegungen des 
1' Schultergelenkes ausgiebiger zu 
i.  äbfß; machen; nach Beschreibung die- 
Fig. 10. ses letzteren werden wir diese 
Rechtes Schlüsselbein von oben.     
1 Körper. 2-3 inneres Ende oder Köpf, Verhaltnisse genauer besprechen 
chen. Löäusseres, oder Schulterende. und werden finden, dass das 
Schlüsselbein bei ruhig herabhangendem Arm wagerecht liegt, 
aber mit seinem äusseren Ende schräg nach oben und vorn, 
sowie namentlich nach oben und hinten gehoben werden 
kann. Bezüglich der Länge des Schlüsselbeines wurde schon 
oben angegeben, dass sie der des Brustbeins (ohne den 
Schwertfortsatz) gleich ist. 
Das Schulterblatt (lateinisch Scapula) ist ein platter 
Knochen, d. h. es wird gebildet durch eine an manchen 
Stellen sehr dünne, dreieckige Knochentafel, welche nur an 
den Rändern verdickt ist; der Knochen liegt der hinteren und 
seitlichen Wand des Brustkorbes so auf, dass sein oberer 
Rand der zweiten, seine Spitze deriachten Rippe entspricht. 
Er ist nur durch ein kleines Gelenk (das Schulterhöhen- 
Schlüsselbeingelenk) mit dem äusseren Ende des Schlüssel- 
beines verbunden, sonst aber nirgends durch Bandmassen 
an benachbarte Knochen angeheftet und deshalb sehr be- 
weglich.. Wir unterscheiden an dem Schulterblatt zwei 
Flächen, drei Ränder und drei Ecken.  Die hintere 
Fläche ist am Skelett freiliegend und in ihrer ganzen Aus- 
dehnung sichtbar; sie erscheint in zwei ungleiche Abschnitte 
geteilt (einen kleineren oberen und einen grösseren un- 
teren) durch einen schief von unten, innen nach oben und 
aussen verlaufenden Knochenkamm, den wir die Schulter-
        

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