Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956741
Dritte 
Vorlesung. 
27 
Sich keine Bedeutung hat, ist eben und entsprechend der 
vorderen winklig geknickt.  
Das obere Ende des Brustbeins bildet den breitesten 
Teil des Knochens und zeigt drei Einkerlntingen, von welchen 
zwei, jederseits eine, zur Gelenkverbindung mit dem inneren 
Ende des entsprechenden Schlüsselbeines dienen, während 
die mittlere, die wir den Brustbeineinschnitt nennen, am 
lebenden Menschen sehr deutlich erkennbar ist, da sie durch 
die Anlagerung der Schlüssellneinköpfchen an beiden Seiten 
noch vertieft wird. Sie bildet die untere Grenze der Kehl- 
grube, jener im unteren Teil der Vorderseite des Halses 
gelegenen Vertiefung, die seitlich von den grossen Kopf- 
nickern begrenzt wird.  Das untere Ende des Brustbeins. 
wird durch den (Schwertfortsatzi) gebildet, eine in vielen 
Fällen knorpelig bleibende dünne Platte von sehr wechseln- 
der Grösse und Gestalt; sie erscheint entweder zugespitzt 
oder viereckig, oder gabelförmig geteilt; sie kann mit dem 
Körper des Brustbeins in einer Ebene liegen oder nach einer 
Seite, nach vorne oder nach hinten abweichen. Wenn sie 
nach vorne gerichtet ist, kann sie eine kleine Vorwölbung 
unter der Haut in der Gegend der sogenannten Herzgrube 
oder Magengrube bedingen, jedoch ist das eine ungewöhn- 
liche Form, welche, wenn man sie bei seinem Modell etwa 
antreffen sollte, künstlerisch nicht nachgebildet werden darf. 
Die Seitenränder des Brustbeines sind nicht senkrecht, 
Sondern sie bilden, da der Griff nach oben, der Körper nach 
unten breiter wird, krumme Linien, die an der Ansatzstelle des 
Griffes sich einander am meisten nähern. jeder der beiden Rän- 
der zeigt sieben kleine Einschnitte zur Aufnahme der Knorpel- 
enden von den ersten sieben Rippen; der erste dieser Ein- 
Schnitte (von oben nach unten gezählt), liegt am Rande des 
Handgriffes unter der Gelenkfläche für das Schlüsselbein, der 
zweite an der Ansatzstelle von Griff und Körper; die folgen- 
den liegen am Rande des Körpers, und der Abstand zwischen 
je zwei Einschnitten wird um so geringer, je mehr man 
sich dem unteren Ende des Körpers nähert, so dass die
        

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