Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956609
Vorlesung. 
Zweite 
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gewandte als innere, die andere nach aussen gewandte 
als äussere bezeichnet wird. Es ist um zu kurzen und 
deutlichen Ausdrücken zu gelangen, durchaus notwendig, dass 
man sich die Bedeutung dieser Bezeichnungen bei anatomi- 
schen Beschreibungen einpräge; wir bezeichnen dadurch die 
einzelnen Teile nach der Lage, welche sie gegenüber dem 
Gesamtkörper haben. 
Wenn wir nach dieser ersten Unterscheidung der Kno- 
chen in unpaare, mediane, und paarige, seitlich gelegene, 
einen Blick auf das Skelett werfen, erhalten wir zunächst 
den Eindruck, dass die verschiedenen Knochen eine unend- 
liche Mannichfaltigkeit der Formen darbieten, bei welcher 
jede Einteilung in zusammenpassende Gruppen und Klassen 
unmöglich ist; aber bei aufmerksamer Betrachtung linden 
wir, dass sie alle in eine der folgenden Ordnungen unterge-' 
loracht werden können: lange Knochen, platte Kno- 
Chen und kurze Knochen.  
Die langen Knochen, welche im allgemeinen die 
Mitte der Gliedmassen einnehmen (z. B. das Oberarmbein, 
der Oberschenkel, das Schienbein), bestehen aus einem mitt- 
leren cylindrischen oder prismatischen Teil, welcher der Kör- 
ßPP, oder die Diaphyse (von öiagava) dazwischenwachsen) 
genannnt wird und zwei Endstücken oder Epiphysen 
(VOR ömqwm daranwachsen), welche in der Regel verdickt 
und mit Gelenkflächen versehen sind.  Die platten Kno- 
chen (z. B. Schulterblatt, Darmbein), zeigen die Form von 
Knochenplatten, an denen wir Flächen, Kanten und 
Ecken zu beschreiben haben, Bezeichnungenh welche einer 
Weiteren Erklärung nicht bedürfen.  Endlich die kurzen 
Knochen, welche wir sowohl in der Mittellinie des Skelettes 
antreffen (XVirbelsätile), wie auch an den Enden der Glied- 
masse (Hand, Fuss), zeigen eine mehr oder weniger würfel- 
förmige Gestalt, und wir beschreiben deshalb an ihnen Flä- 
chen und Kanten. 
Alle Knochen, mögen sie lang oder kurz sein, zeigen ge- 
wisse Vorragungen und Vertiefungen. Die Knochenvor-
        

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