Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1958712
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Dreiundzwanzigste Vorlesung. 
entspricht. Dieses Dreieck ist die vordere Gegend des 
Halses, und wird durch das Zungenbein, os hyoideum, 
einen kleinen Knochen ohne unmittelbaren Zusammenhang 
mit dem übrigen Knochengerüst, Welcher über dem Kehl- 
kopf liegt, in zwei Abteilungen geteilt. Die untere dieser 
Abteilungen bildet eine senkrechte oder etwas nach hinten 
unten schräge Fläche, denn sie erstreckt sich bis unter das 
Brustbein; das ist die Unterzungenbeingegend mit 
den Unterzungenbeinmuskeln.  Die obere Abteilung 
bildet eine mehr oder weniger wagerecht gelegene Fläche, 
die sich vom Zungenbein bis ans Kinn und an den Umfang 
des Unterkiefers erstreckt; das ist die Oberzungenbein- 
gegend mit den Oberzungenbeinmuskeln. 
Ehe wir in die Beschreibung der Muskeln dieser Gegen- 
den eintreten, müssen wir auf das Vorhandensein von Körper- 
teilen aufmerksam machen, welche an der Vorderfläche der 
Wirbelsäule gelegen sind und den Raum zwischen der 
Wirbelsäule und diesen Muskeln ausfüllen. Es sind das zwei 
Kanäle, die aus dem hinteren Abschnitt der Mundhöhle in 
den Brustkorb hinabsteigen. Der eine derselben ist fleischig, 
weich und seine Höhlung fällt in leerem Zustand zusammen, 
das ist die Speiseröhre, welche unmittelbar vor der 
Wirbelsäule liegt. Der zweite, vor dieser gelegene Kanal 
bildet die Luftröhre, deren Bedeutung ja bekannt ist. 
Dieselbe besteht aus Knorpelringen, die ihr eine annähernd 
cylindrische Gestalt geben, so dass sie in dem mittleren 
Zwischenraum der Unterzungenbeinmuskeln oder unter diesen 
hervorragt. Die obersten Ringe dieser Röhre nehmen die 
Gestalt von starken Knorpelstücken an; es sind die Kehl- 
kopfsknorpel, welche unter dem Zungenbein liegen und 
von denen der grösste der Schildknorpel (Cartilago 
thyreoidea) mit seinem vorderen, oberen Teil die Vor- 
Wölbung bedingt, die man als aAdamsapfebr zu bezeichnen 
pflegt.  
Die Unterzungenbeinmuskeln entspringen vom 
oberen Rand des Brustkorbes und steigen gegen den unteren
        

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