Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1958407
Zwanzigste Vorlesung. 
193 
linger stark auseinanderspreizt, d. h. wenn man die drei eben 
beschriebenen kleinen Muskeln in Thätigkeit versetzt, bilden 
ihre Sehnen an den Rändern dieses Dreiecks vorspringende 
Stränge, zwischen denen eine ziemlich bedeutende dreieckige 
Vertiefung liegt; diese Vertiefung nennt man wohl die aana- 
tomische Schnupftabaksdosex (4, Fig. 56). 
Der besondere Strecker des Zeigefingers (ex- 
tensor indicis proprius) ist am enthäuteten Körper 
nicht sichtbar. Tief unter dem gemeinsamen Fingerstrecker 
gelegen, endigt er in eine Sehne (13, Fig. 56), die mit der 
vom gemeinsamen Streckmuskel an den Zeigefinger abgehen- 
den Sehne verschmilzt; diesem Muskel verdankt der Zeige- 
finger seine Fähigkeit, sich ganz unabhängig von den anderen 
Fingern zu strecken, und damit die Thätigkeit zu üben, von 
der er;seinen Namen hat. 
Handmuskeln. Die eigenen Handrnuskeln sind zahl- 
reich und verdienten genauere Betrachtung wegen der so 
mannichfachen und feinen Bewegungseinrichtungen unserer 
Finger, da aber die verschiedenen Einzelheiten ihrer sehr 
verwickelten Anordnung in der äusseren Gestalt nur in groben 
Umrissen zu Tage treten, werden wir uns auf eine kurze 
Aufzählung derselben und, einige allgemeine Bemerkungen 
beschränken. 
Der Handrücken (Fig. 56) besitzt keinerlei lleischige 
Muskelkörper, er zeigt uns nur die zu den Unterarmmuskeln 
gehörigen Sehnen. Dagegen enthält die Hohlhand ausser 
den Sehnen, welche die Wirkung der Unterarmmuskeln auf die 
Finger übertragen, zahlreiche kleine Muskeln, die in drei 
Gruppen geordnet sind. I. Eine äussere Gruppe, welche dem 
Daumen angehört und in der Höhe des ersten Mittelhand- 
knochens die als Daumenballen(E1ninentia Thenar) 
bezeichnete Heischige Vorwölbung bedingt. 2. Eine innere 
Gruppe, dem kleinen Finger angehörig und als Kleinfinger- 
ballen (Hyp othenar) bezeichnet; 3. endlich eine mittlere 
Gruppe, die eigentlichen Hohlhandmuskeln, die für die 
anderen Finger bestimmt sind. 
Duval, Grundriss. I3
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.