Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1958337
186 
Vorlesung. 
Neunzehnte 
Es giebt also für jedes Fingerglied einen besonderen 
Beugemuskel. (Die ersten Fingerglieder haben besondere 
kleine (Regenwurmmuskelnx innerhalb der Hohlhand als 
Beugemuskeln.) 
3. Der besondere Beuger des Daumens (Flexor 
pollicis proprius), (26, Fig. 55), dessen Sehne an das 
untere Ende des zweiten, letzten Daumengliedes geht.  
Und 4. der viereckige Einwärtsroller (Musc. pro- 
nator quadratus), eine in der Tiefe gelegene Fleisch- 
masse, die in ganz anderer Art gebaut ist, wie die bisher 
genannten Muskeln, nach deren Entfernung sie erst sichtbar 
wird. Der Muskel besteht aus Querfasern, die am unteren 
Ende des Unterarmes vom Aussenrand der Speiche an den 
Innenrand der Elle verlaufen. Seine Verkürzung wirkt der- 
art, dass die beiden Knochen einander genähert werden und 
bedingt also Pronation, da sich die Speiche der Elle nur 
dadurch nähern kann, dass sie sich aus der Supinations- 
stellung in die Pronationsstellung um dieselbe dreht.  
III. Aeussere Muskeln. Sie bilden eine Fleischmasse, 
die oben bis an das untere Drittel des Oberarmbeines hinauf- 
reicht (5, Fig. 54) und am äusseren Rande der Speiche herab- 
zieht. Von diesen vier Muskeln ist am enthäuteten Körper 
nur einer in seiner ganzen Ausdehnung sichtbar, das ist der 
   
I2, I3, Fig. 55), welcher am Aussenrand des Oberarmbeines, 
zwischen innerem Armmuskel und äusserem Kopf des drei- 
köpfigen Armmuskels entspringt. Der lange Auswärtsroller 
steigt, allmählich breiter werdend, abwärts, so dass er seine 
grösste Breite in der Höhe des Oberarmknorrens hat," dessen 
Vorsprung er vollständig verdeckt. Er bildet die äussere, 
senkrechte Grenze der dreieckigen Ellenbogengrube; später, 
etwas unterhalb der Stelle, wo der runde Einwärtsroller unter 
ihm hinzieht, gehen seine Fleischfasern in eine lange Sehne 
über, die sich an die Speiche anschliesst und endlich (I 3, Fig. 55) 
sich an den Grund des Griffelfortsatzes von diesem Knochen 
ansetzt. Trotz seines Namens ist der Muskel nicht bloss Aus-
        

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