Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1958265
Vorlesung. 
Achtzehnte 
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denen Einzelheiten, die sehnige Fläche über dem Ellen- 
bogenfortsatz, die Muskelwülste, die sie beiderseits um- 
grenzen, und die beiden Fleischbäuche, die von ihr nach 
oben aufsteigen, werden in sehr ausgeprägter Weise sicht- 
bar, wenn man sich bemüht, unter Ueberwindung einer 
Kraft, die den Arm gebeugt halten Würde, den Arm aus- 
zustrecken. Dass der dreiköpfige Armmuskel der Streck- 
muskel des Armes ist, braucht ja gar nicht besonders her- 
vorgehoben zu werden. 
Wir haben nicht nur zum Zweck übersichtlicher Dar- 
Stellung die Oberarmmuskeln als vordere und hintere unter- 
schieden, sondern diese Unterscheidung dient uns auch zur 
anatomischen Erklärung ihrer äusseren Formen; es zieht 
nämlich auf jeder Seite des Armes an seinem inneren, wie 
an seinem äusseren Rande eine Furche herab, welche die 
vorderen und hinteren Muskeln voneinander trennt. In jeder 
dieser Furchen liegt eine sehnige Scheidewand, das innere 
und äussere Zwischenmuskelband, deren Ränder einerseits 
an die entsprechende Seite des Oberarmbeines, andererseits 
an die allgemeine Sehnenscheide, die das ganze Glied um- 
hüllt, angeheftet sind; es ist also diese Sehnenscheide in 
zwei senkrechten Linien, die den Zwischenmuskelbändern 
entsprechen, leicht gegen den Oberarm eingezogen und das 
bedingt in der äusseren Gestalt die beiden Furchen zwischen 
den vorderen und hinteren Muskeln. 
Die innere Furche beginnt am unteren Ende des Raben- 
schnabel-Armmuskels und reicht bis an den inneren Ober- 
armknorren; oben ist sie ein wenig verwischt, Weil an dieser 
Stelle zahlreiche Nerven und Gefässe mit dein sie begleiten- 
den Zellgewebe den Raum zwischen den Muskeln ausfüllen; 
unten erweitert sie sich und geht allmählich in die Innen- 
iläche des Unterarmes über. 
Die äussere Furche (Fig. 54) ist kurz. Sie beginnt 
nämlich erst am unteren Ende des Schultermuskels und 
reicht nicht bis an den äusseren Oberarmknorren, Weil die 
ersten Muskeln an der Aussenseite des Unterarmes (siehe
        

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