Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1958100
Sechzehnte 
Vorlesung. 
163 
Schulterblatt, sondern den Oberarm selbst herabzieht. Die 
Thätigkeit dieses Muskels gestattet uns, den Arm kräftig an 
den Rumpf anzuziehen, indem wir ihn zugleich etwas nach 
hinten bewegen, so dass wir bei stärkster Zusammenziehung 
des Muskels die Arme auf dem Rücken kreuzen.  Aber 
die Vorwölbung des Aussenrandes von dem zusammen- 
gezogenen grossen Rückenmuskel tritt besonders scharf her- 
vor (Fig. 53), wenn der Muskel eine kräftigere Bewegung 
auszuführen hat, die eines starken Zuges von oben nach 
unten, wie beim Läuten am Glockenstrang oder wenn man 
mit den Armen an einem Querbalken hängt. Wenn man 
in dieser Lage, z. B. beim Reckturnen, sich erhebt, den 
Rumpf gegen den Querbalken hinaufzieht, werden die grosseir 
Rückenmuskeln stark vorgewölbt, denn sie bewegen dann 
die Last des Rumpfes gegen die Oberarme als feste Punkte 
nach vorne und oben. Der Kapuzenmuskel und der grosse 
Rückenmuskel bilden allein die Oberfläche des enthäuteten 
Rückens. Unter den zahlreichen tiefen Rückenmuskeln ist 
keiner vollständig von aussen sichtbar, aber von mehreren 
sehen wir Teilstücke in den Zwischenräumen zwischen den 
Rändern des grossen Rückenmuskels und des Kapuzenmuskels, 
sowie dem Rande dieses Muskels und den oberflächlichen 
Hals- und Schultermuskeln zu Tage treten. Solcher Zwischen- 
räume gibt es zwei; einen an der Seite des Halses, einen 
anderen in der Höhe der unteren Schulterblatthälfte. 
Der Zwischenraum an der Seite des Halses wird hinten 
von dem oberen, hinteren Rand des Kapuzenmuskels, vorne 
von dem hinteren, äusseren Rand des grossen Kopfnickers 
begrenzt und bildet eine lange, ganz oberflächlich gelegene 
Rinne, die von der Hinterhauptsgegend schräg nach der 
Mitte des Schlüsselbeins herabzieht. Der untere Abschnitt 
ist durch den Hautmuskel des Halses" (25, Fig. 5b) verhüllt 
(welchen wir bei Besprechung der vorderen Halsgegend 
kennen lernen werden), in ihrem oberen Abschnitt bemerkt 
man einen kleinen Teil von zwei mächtigen Nackenmuskeln. 
I. Die Muskelfasern, die man (I7, Fig. 52) schräg von unten
        

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