Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1958092
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Sechzehnte Vorlesung. 
Schulter nach unten, und man sieht sie deshalb immer stark 
vorspringen, 'wenn jemand mit den Armen einen Zug von 
oben nach unten ausübt, wie z. B. bei einem Glockenläuter, 
Welcher kräftig mit seinem ganzen Gewicht am Strang zieht. 
Die beiden Kapuzenmuskel (der rechte und linke) zu- 
sammengenommen, geben an dem enthäuteten Rücken eine 
dreieckige Figur mit abwärts gerichteter Spitze, die den Um- 
riss einer Mönchskapuze nachahmt.  Deshalb wird er auch 
Kapuzenmuskel (cucullaris, von cucullus, Kapuze) genannt. 
Der grosse Bückenmuskel (I, 2, 3, 5, Fig. 52). Er 
bildet einen grossen Fleischlappen, der von der Lendengegend 
sich an den oberen Teil des Oberarmes ausbreitet. Er ent- 
springt mittelst eines grossen, dreieckigen Sehnenbandes 
(aponeurosis lumbosacralis, I, Fig. 52) von den Dornfort- 
Sätzen der sechs oder sieben letzten Brustwirbel, den Dorn- 
fortsätzen der Lenden und Kreuzbeinwirbel und dem hinteren 
Drittel des Darmbeinkammes (3, Fig. 52). Die Fleischfasern 
entspringen aus dem Sehnenband in einer schiefen, vom 
Darmbeinkamm gegen die Dornfortsätze der letzten Brust- 
wirbel verlaufenden Linie, und es fügen sich ausserdem dem 
Muskel drei oder vier andere besondere Fleischbündel an, 
welche an der Aussenseite der drei oder vier letzten Rippen 
mit Zacken, zwischen denen des grossen, schiefen Bauch- 
muskels entspringen (4, 4, Fig. 53). Von diesen Ursprungs- 
stellen aus verlaufen die untersten Muskelfasern fast senk- 
recht nach oben, die obersten fast wagerecht nach aussen, 
und alle laufen so fächerförmig zusammen (5, Fig. 52), um 
eine dicke Fleischmasse zu bilden, welche die untere Ecke 
des Schulterblattes bedeckt und dann an seinem Aussenrand 
neben dem agrossen, runden llluskelß hinzieht, in der Hinter- 
wand der Achselhöhle aufsteigt bis an den oberen Abschnitt 
des Qberarmkörpers, an welchem sie sich mittelst einer 
platten Sehne am hinteren Rand der Furche für den zwei- 
köpligen Armmuskel ansetzt (s. Seite 45). 
Dieser Muskel wirkt wie der untere Alßchnitt des Ka- 
puzenmuskels, 
aber 
mit 
grösserer 
Kraft, 
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nicht 
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das
        

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