Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957901
Vorlesung. 
NTerzehnte 
143 
Die Wahl des Kopfes als Masseinheit erscheint aus dem 
doppelten Grunde gerechtfertigt, weil einerseits bei jeder 
Darstellung des menschlichen Körpers der Kopf gut sichtbar 
ist und von dem übrigen Körper sich scharf- abgrenzt, und 
Weil die durch den Kopf als Masseinheit gegebene Acht- 
teilung bequem erscheint, da die Zahl nicht sehr hoch ist 
und als gerade Zahl durch 2 (sowie auch durch 4) teilbar 
ist; in der Beziehung bietet sie beispielsweise bedeutende 
Vorteile gegenüber der durch den Mittelfinger als Massein- 
heit gegebenen Teilung in I9 Teile. 
Gerdy, welcher den Kanon der achtfachen Kopflänge 
anerkennt, teilt den Körper in folgender Weise. Den obersten 
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Fig. 46. 
Gesichtswinkel einer Antike (Apollo vom Belvädäre) (Camper). 
Abschnitt bildet der Kopf selbst, der zweite reicht vom Knie. 
bis auf die Brustwarzen, der dritte von den Brustwarzen bis 
zum Nabel, der vierte vorn Nabel bis zu den Geschlechts- 
teilen, der fünfte von da bis auf die Mitte des Oberschen- 
kels, der sechste bis ans Knie, der siebente vom Knie bis 
auf "die Mitte des Unterschenkels (mit dem Fuss) und der 
achte bis an die Fusssohle. 
Ehe wir den Wert dieses xklassischen Kanonx prüfen, 
_w011en wir beachten, dass der Kopf selbst in vier Abschnitte 
geteilt ist, deren jeder der Länge der Nase entspricht. Der
        

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