Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957857
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Vorlesung. 
Vierzehnte 
genannt wird, und einen freien Teil, die Krone. Nach der 
Gestalt der Krone kann man die Zähne in vier verschiedene 
Arten einteilen, Welche an jeder Kieferhälfte in folgender 
Weise von der Mitte nach aussen angeordnet sind. Zwei 
Schneidezähne, ein Hundszahn (c, Fig. 42), zwei 
kleine Backenzähne (b, Fig. 42) und drei grosseBacken- 
zähne (m, Fig. 42). Die Backenzähne, die an dem hinter- 
sten äussersten Teil des Zahnbogens liegen, werden durch 
die Wangen verdeckt und wir haben von ihnen nur zu 
sagen, dass sie durch eine aus mehreren Höckern zusammen- 
gesetzte Krone ausgezeichnet sind (4 Höcker an den grossen, 
2 an den kleinen Backenzähnen). Dagegen sind die Hunds- 
und Schneidezähne bei geöffneten Lippen deutlich sichtbar. 
Die Hundszähne haben eine kegelförmige, scharf zuge- 
spitzte Krone; besonders stark sind dieselben bei den Fleisch- 
fressern, z. B. dem Hunde entwickelt, daher auch ihr Name 
Hundszähne. 
' Die Krone der S chnei dezähne ist von vorne nach hinten 
abgeplattet, rechtwinklig-viereckig mit einem oberen schnei- 
denden Rand. Ihr gegenseitiges Grössenverhältnis ist ein 
so gesetzmässig feststehendes, dass es hier erwähnt werden 
muss; die beiden grössten Schneidezähne sind die mittelsten 
des Oberkiefers, dann folgen in abnehmender Grösse die 
oberen seitlichen, darauf die unteren seitlichen und endlich 
die unteren mittleren, welche die kleinsten sind. 
Das Gelenk des Unterkiefers mit dem Schädel, 
das Unterkieferschläfenbeingelenk wird durch den Kopf des 
Unterkiefers (I I, Fig. 42 und 29, Fig. 39) und die vor dem Ge- 
hörgang, hinter der queren Wurzel des Jochfortsatzes ge- 
legene Gelenkgrube am Schläfenbein gebildet.  Diese Ge- 
lenkgrube ist mit Knorpel überzogen, und ebenso auch die 
NVurzel des Jochfortsatzes, die bei gewissen Bewegungen 
mit dem Kopf des Unterkiefers in Berührung steht. Es wird 
nämlich die Gelenkkapsel des Unterkiefergelenkes an ihrer 
Anssenseite durch ein Band verstärkt, welches von dem 
Vereinigungspunkt der beiden Jochbogenwurzeln nach unten
        

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