Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957841
Vorlesung. 
Vierzehnte 
137 
nach unten an der Aussenfläche des wagerechten Astes, oder 
Körpers in Form einer leicht vorspringenden Linie, der äus- 
seren schiefen Linie (I, Fig. 42) fortsetzt; und endlich einen 
durch einen tiefen halbmondförmigen Einschnitt (incisura sig- 
moidea I2, Fig. 42) in zwei Vorsprünge geschiedenen oberen 
Rand. Der hintere dieser Fortsätze ist dick und trägt an seinem 
Ende den Gelenkkopf (condylus) des Unterkiefers zur Bil- 
dung des Unterkieferschläfenbeingelenkes; der vordere ist 
dünner, hat die Gestalt einer dreieckigen Platte und dient dem 
Schläfenmuskel zum Ansatz; er wird Kronenfortsatz (pro- 
cessus coronoideus), (11, Fig. 42) genannt.  Der wage- 
rechte Ast oder Körper des Unterkiefers reicht von dem 
Kieferwinkel bis an die Kinnfuge (3, Fig. 42). Er zeigt auf 
seiner Aussenfläche eine Oeffnung (foramen mentale), 
die in derselben senkrechten Linie liegt, wie das Ober- und 
Unteraugenhöhlenloch. Sein unterer Rand ist bisweilen leicht 
wellenförmig gebogen, sein oberer zeigt vorspringende Lei- 
sten und Vertiefungen, entsprechend den Zahnalveolen Lind 
ihren Zwischenräumen.  
Der Unterkiefer bietet je nach dem Alter sehr verschie- 
dene Eigentümlichkeiten. Sein Winkel ist beim Kind sehr 
stumpf und wenig vorspringend, Während er beim Erwach- 
senen fast einem rechten Winkel gleicht. Beim Greise ver- 
ändert sich die Gestalt des Unterkiefers durch den Verlust 
der Zähne und den Schwund des Alveolarrandes, Welcher 
eine Abnahme in der Höhe des horizontalen Unterkieferastes 
bedingt. Das hat zur Folge, dass der Greis, um den Unter- 
kiefer zur Berührung mit dem Oberkiefer zu bringen, den- 
selben stark nach vorne und oben in Pendelbewegung setzen 
muss, und dadurch erscheint dann die Kinnfuge eigentüm- 
lich nach oben und vorne vorragend, so dass sie fast die 
Nasenspitze berührt. 
Die Zähne, welche in den Alveolarrändern der Kiefer 
sitzen, sind beim Erwachsenen 32 an der Zahl, 8 in jeder 
Seitenhälfte der Kiefern. Man unterscheidet an ihnen den 
Teil, 
der 
in 
der 
Aushöhlung 
der Alveole 
liegt 
und 
Wurzel
        

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