Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957797
132 
Vorlesung. 
Dreizehnte 
die (brachycephab) (von ßgafüq, kurz) genannt wird- 
Zwischen diesen beiden ausgeprägten Formen gibt es nun 
aber auch Schädel von mittlerer Form, die xmesatice- 
phalenß), deren Index zwischen 77 und 80 schwankt. 
Man hat früher die Wichtigkeit der dolichocephalen und 
brachycephalen Schädelform als Rassenmerkmal überschätzt, 
nachdem ein schwedischer Anatom Retzius zuerst den Satz. 
aufgestellt hatte, dass die eingeborenen Rassen in Europa 
brachycephal seien, dagegen die später eingewanderten do- 
lichocephal; aber die neuerdings festgestellte Thatsache, dass 
die Basken dolichocephal sind und dass man unter den 
ältesten fossilen Schädeln in Europa dolichocephale findet, 
hat dieser Theorie ihre Bedeutung genommen.  Bezüglich 
des Index cephalicus bei verschiedenen Rassen können wir 
nur behaupten, dass die ausgeprägtesten dolichocephalen 
Formen bei den Australnegern, den Hottentotten, Kaffern, 
Negern und Nubiern gefunden werden, und die deutlichsten 
brachycephalen bei den Indochinesen, den Lappen und den 
Bewohnern der Auvergne.  Endlich, dass die Normannen 
und im allgemeinen auch die Pariser Schädel vom zwölften 
bis zum neunzehnten Jahrhundert die mesaticephale Form 
zeigen.
        

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