Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957763
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aber nur einen Abschnitt zu betrachten haben.  Es besteht 
nämlich jedes Schläfenbein aus einem Abschnitt, Welcher dem 
Schädelgrunde angehört und einem, der zu der Seitenwandung 
der Schädelhöhle gehört; der erstere (basale) Abschnitt bildet 
eine pyramidenförmige, sehr feste Knochenmasse (deshalb 
auch Felsenbein, os petrosum, genannt), die die ein- 
zelnen Teile des inneren Ohres einschliesst; der andere, zur 
Seitenwand des Schädels gehörige (4, Fig. 39), bildet eine 
unregelmässig gestaltete Knochenplatte an der Grundfläche 
der Pyramide, und- enthält in ihrem mittleren Teil eine Oeff- 
nung, den Gehörgang (31, Fig. 39), den Eingang in das 
Felsenbein. Wenn wir diese Oeffnung des Gehörganges als 
Ausgangspunkt nehmen,_finden wir an der, Aussentläche des 
Schläfenbeins 1. hinter dem Gehörgang den Warzenteil 
des Schläfenbeines (33, Fig. 39), der sich nach unten in einen 
kegelförmigen, einer Brustwarze ähnlichen Vorsprung ver- 
längert (deshalb processus mastoideus, Warzenfortsatz 
von uamög, Brustwarze).  2. Ueber dem Gehörgang die 
Schläfenbeinschuppe (4, Fig. 39), eine breite Knochenplatte 
von halbkreisförmiger Gestalt, deren Rand sich mit dem 
unteren Rand des Scheitelbeines verbindet (8, Fig. 30).  
3. Vor dem Gehörgang einen stark vorspringenden Fortsatz, 
der wagerecht nach vorne verläuft, um sich mit dem Joch- 
bein zu verbinden (processus zygomaticus, den Joch- 
beinfortsatz) und mit demselben den Jochbogen (arcus 
zygomaticus) zu bilden. Der Jochbeinfortsatz entspringt 
vom Schläfenbein mit zwei Wurzeln (Fig. 39), von denen 
eine in der Längsrichtung oberhalb des Gehörganges von 
hinten nach vorne verläuft, während die andere, quergerichtet, 
am Grund des Schädels gelegen ist, und vor dem Gehör- 
gang eine Gelenkgrube für den Gelenkfortsatz des Unter- 
kiefers abgrenzt. Endlich unter dem Gehörgang zeigt das 
Schläfenbein einen langen, spitzen, sehr scharf zulaufenden 
Griffelfortsatz (processus styloideus), an dem einige 
kleine Halsmuskeln sich ansetzen.  
Alle die eben beschriebenen Knochen verbinden sich 
D u v a l , Grundriss.
        

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