Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957741
Dreizehnte 
Vorlesung. 
127 
erhabene halbkreisförmige Linie als Ansatz für die ober- 
flächlichen Nackenmuskeln, deren Mitte einen Vorsprung, den 
Hinterhauptstachel (spina occipitalis) bildet. 
Die Scheitelbeine (ossa parietalia), (2 und 13, Fig.39) 
liegen vor der Hinterhauptsschuppe zu beiden Seiten der 
Mittellinie; sie sind viereckig, und jedes Scheitelbein zeigt 
vier ausgezähnte Ränder, von denen der obere mit dem 
Scheitelbein der entgegengesetzten Seite, der hintere mit der 
Hinterhauptsschuppe, der vordere mit dem Stirnbein, und der 
untere eingebuchtete mit dem Schläfenbein durch Verzahnung 
verbunden ist (vergl. 7, 6, 8, Fig. 39). Das Scheitelbein 
zeigt an seiner Aussenlläche nichts Besonderes ausser 1. einer 
Knochenvortreibting, den sogenannten Scheitelhöcker, 
welche bei jüngeren Personen stärker vorspringt als beim 
Erwachsenen und den Punkt bezeichnet, an welchem im 
Mutterleibe die Verknöcherung dieses Knochens beginnt.  
2. Unter diesem Vorsprung eine leicht gekrümmte rauhe 
Linie (13, Fig. 39) als Grenze der Schläfengrube, d. h. des 
Ansatzgebietes für den Schläfenmuskel,  deshalb auch 
Schläfenlinie genannt. 
Das Stirnbein (os frontale), (6, Fig. 39) zeigt wie das 
Hinterhauptsbein einesteils einen zur Schädelgrundfläche und 
zum Gesichtsschädel gehörigen Abschnitt (9, 9, Fig. 40), wel- 
cher den Augenhöhlenbogen bildet, und eine Schuppe, die 
die vordere und obere Wand der Schädelhöhle darstellt. 
Diese Schuppe hat einen oberen gerundeten Rand (i I, Fig. 40), 
der mit den Scheitelbeinen verzahnt ist (11, Fig. 40). Wenn 
wir von diesem Rande aus nach der Gesichtsgegend hin 
den Knochen durchmustern, finden wir folgende, für die äussere 
Form wichtigen Teile: Die Stirnhöcker (I, I, Fig. 40), die 
ebenso wie die Scheitelhöcker bei Kindern und bei Weibern 
stärker ausgeprägt sind als beim erwachsenen Mann;  
ferner die Augenbrauenbogen (2, 2, Fig. 40), schief nach 
oben und aussen gerichtet, und im Gegensatz gegen die eben 
genannten Vorsprünge bei dem Erwachsenen stärker ausge- 
prägt, da sie ihre Wölbung der Vorbuchtung des Stirnbeines
        

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