Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957718
124 
Vorlesung. 
Zwölfte 
Der Unterschenkel gibt, auch Wenn man die Dicke des 
Fusses dazu rechnet, niemals eine Mehrheit der Fusslänge 
in ganzen Zahlen; man überzeugt sich, dass der Abstand 
vom unteren Rande des inneren Gelenkknorren am Schenkel 
bis auf den Boden, oder bis an die Fusssohle nicht ganz 
die doppelte Fusslänge erreicht; aber im allgemeinen Bildet 
man, und das ist eine wichtige Thatsache, dass die Länge des 
Unterschenkels mit der Dicke des Fusses dem Abstand des oberen 
Randes des grossen Rollhügels vom unteren Rande des äusseren 
Gelenkknorren gleich ist, d. h. also, dass die Gelenklinie 
des Kniees genau in der Mitte der ganzen Beinlänge liegt. 
Wenn man die Länge des Fusses mit der des Unter- 
schenkels vergleicht, indem man das Mass von unten nach oben 
anlegt, findet man eine ziemlich regelmässige und nicht un- 
wichtige Verhältniszahl; nämlich, dass von dem Mittelpunkt 
der Kniescheibe bis auf den Boden in der Regel zwei Fuss- 
langen gemessen werden.  
Auch als Massstab für die Körperlänge gibt uns die 
Fusslänge keine ganzen Zahlenwerte; nach zahlreichen Unter- 
suchungen über diesen Gegenstand beträgt die gesamte 
Körperlänge im allgemeinen Ölfa der Fusslänge. Die Zahl 
bietet immerhin etwas Beachtenswertes, wenn man 1,73 der 
Fusslänge als Einheit nimmt; die Gesamtkörpergrösse würde 
19 solcher Einheiten, 19 Drittel-Fusslängen entsprechen, und 
das ist ganz dieselbe Zahl, welche nach Carl Blank in dem 
egyptischen Kanon das Massverhältnis der Länge des Mittel- 
fingers zu der gesamten Körperlänge bezeichnet. 
Was den Fuss, für sich allein betrachtet, anlangt, können 
wir nur sagen, dass am Skelett die Linie zwischen Fuss- 
Wurzel und Mittelfuss ein sehr bequemes Merkmal für die Ein- 
teilung des Fusses gibt. Diese Linie verläuft schief von vorne 
innen nach hinten und aussen, so dass ihr inneres Ende, am 
Grunde des ersten Mittelfussknochens den Fuss in eine vordere 
und eine hintere Hälfte teilt, während ihr äusseres Ende am 
Grunde (dem Fortsatz) des fünften Mittelfussknochens den 
Fuss in ein hinteres und zwei vordere Drittel abteilt.
        

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