Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957631
116 
Vorlesung. 
Elfte 
verlaufender mittlerer Hohlrinne und glatten Kanten, die sich 
auf die Seitenflächen des Knochens fortsetzen und mit den 
gegen einander gewandten Gelenkllächen des Schienbeines. 
und Wadenbeines, die dem äusseren und inneren Knöchel 
entsprechen, in Verbindung stehen. Diese Gestaltung der 
Gelenkilächen gestattet uns von vornherein den Schluss, dass 
das Sprunggelenk nur Bewegungen in einer senkrecht von 
vornevnach hinten verlaufenden Ebene gestattet, d. h. Be- 
wegungen nach vorn (Beugung) und nach hinten (Streckung 
des Fusses). In der That liegt das Sprungbein in seiner Ge- 
lenkgmbe wie in einer Klammer, und eine derartige Anord- 
nung gestattet keinerlei Seitwärtsbewegungen, sondern lässt. 
nur Beugungen nach vorne und hinten, d. h. in der Ebene, 
welche den Seitenwänden der Klammer gleichgelegen (pa- 
rallel) ist, zu. Allerdings kann jeder mit seinem Fuss seit- 
liche Bewegungen ausführen und namentlich Bewegungen, 
durch welche der Innenrand des Fusses gehoben, der Aussen- 
rand gesenkt wird und umgekehrt; aber an einem zerglieder- 
ten Fuss überzeugt man sich leicht, dass diese Bewegungen 
nicht in dem Sprunggelenk, sondern zwischen Sprungbein 
und dem übrigen Teil des Fusses ausgeführt werden, wie 
wir gleich erfahren, und dass das Sprunggelenk nur Beugung" 
und Streckung zulässt. Von diesen beiden Bewegungen ist 
die Streckung ziemlich ausgedehnt, sie kann fortgesetzt wer- 
den, bis die Mittellinie des Fusses in der Verlängerung des 
Unterschenkels liegt und wird in dieser Stellung durch das 
Anstossen des hinteren Randes der Gelenkgrube an die 
Knochenvorsprünge am hinteren Rand des Sprungbeines ge- 
hemmt; die Beugung dagegen, durch die der Fussrücken 
sich der Vorderliäche des Unterschenkels nähert, ist sehr be- 
schränkt, denn es ist unmöglich, den Fuss dem Unterschenkel 
gegenüber in einen (nach oben offenen) spitzeren Winkel zu 
bringen, als den von 45 Grad. Die Form der Sprungbein-- 
rolle erklärt uns diese Thatsache, denn diese Rolle ist vorne 
breiter als hinten (I, Fig. 36), hat also die Form eines mit 
der Grundfläche nach.vorne gerichteten Keiles; da nun in
        

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