Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957574
IIO 
Zehnte 
Vorlesung, 
muss, und dann zeichnet sich die erwähnte Vbrwölbung auf 
beiden Seiten sehr deutlich ab.  
Für die Aussenseite des Kniegelenkes können drei Vor- 
sprünge als Marksteine dienen, das ist vorne der Schienbein- 
höcker, den man von der Seite sieht, hinten das Köpfchen 
des Wadenbeines und zwischen beiden der Vorsprung des 
vorderen Schienbeinmuskels. An jedem dieser drei Vor- 
sprünge endigen Sehnen, die vom Oberschenkel kommen, 
und auf der Aussenfläche des Kniegelenkes drei starke, senk- 
rechte Stränge bilden, nämlich vorne das Kniescheibenband 
(Sehne des Schenkelstreckers), welches man von der Seite 
sieht, hinten die Sehne des zweiköpiigen Schenkelrnuskels, 
die sich an das Wadenbeinköpfchen ansetzt, und in der 
Mitte der untere Teil der breiten Schenkelbinde, die sich 
an ihrem unteren Ende in Gestalt einer Wirklichen Sehne ver- 
schmälert und verdickt, um sich an den Vorsprung des vor- 
deren Schienbeinmuskels anzusetzen. 
S0 vielseitig wechselnd die Gestalt der vorderen und 
äusseren Seite des Kniees ist, so einfach ist die Form ihrer 
Innenfläche; hier bilden die Innenflächen des Gelenkhöckers 
vom Schenkel und der entsprechende Teil des oberen Schien- 
beinendstücks eine ganz gleichmässige, halbkugelige Vor- 
ragung, denn es zeichnet hier weder ein Band, noch eine 
Sehne ihre Umrisse ab, da das innere Kniegelenksband platt 
ist und keine Vorwölbung nach aussen bedingt und eben- 
sowenig die Sehnen, die das Endstück des Schienbeines 
hinten und unten an seiner Innenseite umkreisen, um sich 
in Form einer breiten Platte, die man trGänsefussx (pes 
anserinus) nennt, an ihm anzuheften.
        

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