Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957483
Zehnte 
Vorlesung. 
IOI 
und als äusseren und inneren Gelenkknorren unterscheidet; 
die untere und hintere Fläche dieser Knorren ist glatt und 
mit Gelenkknorpel überzogen; zwischen ihnen findet man eine 
tiefe Einkerbung, den Zwischenknorrenraum. Wenn man 
dagegen das untere Endstück des Oberschenkelbeins von 
vorne ansieht, zeigt sich, dass hier die Gelenkknorren sich 
vereinigen, mit einander verschmelzen, und dass ihre glatten 
Flächen sich nach vorne in eine rollenförmige Gelenkiiäche 
fortsetzen, die deshalb auch die Rolle des Oberschenkels 
(Troch lea femoris) heisst. Diese Rolle zeigt in der Mitte eine 
Hohlrinne und zwei erhabene Ränder, von denen der äussere, 
in den äusseren Gelenkknorren übergehende, stärker vorragt 
und höher entspringt als der innere, welcher in den inneren 
Gelenkknorren übergeht.  Diese Einzelheiten sind sehr 
Wichtig, denn die Ränder der Schenkelrolle zeichnen sich, 
wie wir am stark gebeugten Knie sehen werden, deutlich 
durch die Haut ab und lassen die Verschiedenheiten ihrer 
ihrer Höhe erkennen.  
des Kniegelenkes vereinigt 
Schenkels mit der Kniescheibe 
Vorwölbung und 
Zur Bildung 
untere Ende des 
sich 
und 
das 
dem 
oberen Endstück des Schienbeines, und steht in mittelbarer 
Verbindung mit dem oberen Endstück des Wadenbeines. 
"Wir müssen also zunächst nach einander die Kniescheibe 
und 
die 
oberen 
Enden 
der 
beiden 
Unterschenkel 
studieren. 
Die Kniescheibe (patella) ist von dreieckiger Gestalt, 
zeigt eine einheitliche leicht gewölbte vordere, und eine nach 
der Schenkelrolle geformte Hinterfläche, die in der Mitte 
entsprechend der Hohlrinne der Rolle erhaben und auf bei- 
den Seiten entsprechend den Rändern derselben vertieft ist. 
Der Umfang der Kniescheibe besteht aus zwei schiefen, seit- 
lichen Rändern, der nach oben gerichteten Grundlinie des 
Dreiecks, die den Ansatz für den grossen Schenkelstrecker 
darstellt, und der nach unten gewandten Spitze, dem An- 
satzpunkt für ein starkes Band, dessen anderes Ende an den 
Schienbeinhöcker angeheftet ist und welches man das Knie- 
scheibenband (ligamentum patellae) nennt. In Wahrheit
        

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