Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt
Person:
Brücke, Ernst Wilhelm Paar, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1955217
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der Uebertreibung zu beschulcligen. Namentlich die Knollen 
am oberen Ende des Bauches und der unteren Partie 
des Brustkorbes werden oft leichthin für Phantasiegebilde 
erklärt. Aber man muss hier in seinem Urtheil vorsichtig 
sein. Man betrachte nur untenstehenden Holzschnitt (Fig. I I). 
Er ist nach der Photographie eines kräftigen, aber keines- 
wegs herkulischen Mannes geschnitten. Es sind hier die- 
selben Dinge ausgeprägt, wie bei den antiken Heroen- 
gestalten, nur schwächer. Sollten die Alten nicht Modelle 
lrig. 
gehabt haben, 
bildeten P 
an denen 
sie 
das 
sahen, 
WEIS 
sie in Marmor 
Wie soli der Nabel beschaffen sein? Wir unterscheiden 
einen hervorragenden und einen eingesenkten Nabel. Der 
erstere War den Griechen keinesweges unbekannt, aber sie 
gaben dem letzteren den Vorzug. Die Aegineten zeigen 
zwar einen massig convexen Nabel, aber die Convexität 
desselben ist doch so in seine Umgebung eingesenkt, dass 
sie nicht über das Niveau der Bauchwand hervorragt. 
In der That ist der hervorragende Nabel auch heut- 
zutage nicht nur der seltenere, sondern auch der schlech-
        

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