Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt
Person:
Brücke, Ernst Wilhelm Paar, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1955168
Der 
Bauch 
Der 
männliche Bauch 
ist künstlerisch um 
verwend- 
barer, 
je 
kleiner 
ist 
und 
je 
mehr 
normale Einzelnheiten 
er zeigt.  
Die Kleinheit des Bauches hängt bei gesunden und 
noch in den Blüthejahren stehenden Männern wesentlich 
davon ab, dass derselbe nicht durch grössere Mengen von 
Nahrungsmitteln und Gasen ausgedehnt sei. Ferner hängt 
sie aber auch davon ab, dass die Darmbeinkämme nicht 
zu weit auseinander stehen, denn sie bestimmen vermöge 
der Anheftungen von Bauchmuskeln die Breite des unteren 
Theiles des Bauches. 
Südländer zeigen im allgemeinen kleinere lääuche als 
Nordländer, weil sie sich von Jugend auf mit einer gerin- 
geren Menge von Nahrung begnügen können, und die 
Söhne der Reichen haben im allgemeinen kleinere Bäuche, 
als die Söhne der Armen, weil sie bei einer nahrhafteren 
und deshalb weniger voluminösen Kost aufgezogen wurden. 
Im Uebrigen kommt sehr viel auf den Gesundheitszustand 
und die individuelle Entwickelung an. Wo der Bauch 
grössere Mengen von verdauten und unverdauten Nahrungs- 
mitteln zu beherbergen pflegt, wo viel Darmgase vorhanden 
und die Bauchmuskeln schwach entwickelt sind, ist der 
Bauch immer schlecht.
        

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