Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt
Person:
Brücke, Ernst Wilhelm Paar, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1955034
des Tlwmzx werden weiter gestellte Brustwarzen mit Recht 
bevorzugt. 
nDie Brüste müssen in Feindschaft mit einander lebenw 
hörte ich einmal einen Bildhauer sagen. vlxVährend die 
rechte nach rechts sieht, muss die linke nach links Süllflllm 
Sie müssen dabei keine zu tiefe und zu stark markierte 
Einsenkung zwischen sich haben, sondern allmählich gegen 
die Höhe des Brustbeines abgedacht sein. Die gute Ent- 
wickelung des Brustkorbes in seiner Tiefendimension ist 
es ja eben, welche diese Art der Brüste ermöglicht. 
Aber abgesehen hievon gibt es bei den Weibern 
Unterschiede in der Stellung der Brust, welche nicht 
minder von der Bildung des Tlzomx abhängen. 
Auch in Rücksicht auf die Höhe, in der die Brüste 
angesetzt sind, ergeben sich Unterschiede, die nichts zu 
thun haben mit dem durch Schwere oder Schlaffheit be- 
dingten Her-absinken, sondern sich schon in einem früheren 
Stadium der Entwickelung bemerklich machen. Unter sonst 
gleichwertigen Modellen verdienen die mit höher ange- 
setzter Brust den Vorzug. Die Antiken zeigen sämmtlich 
hoch angesetzte Brüste. 
Bei der capitolinischen Venus scheint dies freilich nicht 
der Fall zu sein, aber der tiefere Stand der Brüste kommt 
hier theilweise auf Rechnung der Schwere derselben und 
der Stellung der ganzen Figur. Besonders hoch angesetzte 
Brüste zeigt die sogenannte Venus genetrix in den Ufficien 
Nr. 265.  
In der italienischen Kunst machte sich anfangs keine 
bestimmte Regel geltend. Während vielen die Antiken 
als Muster dienten, finden wir anderswo, z. B. an Cor- 
reggiols Danae, einen tieferen Ansatz der Brust. Aber 
dieses berühmte, andererseits aber auch nicht ohne Grund 
bitter getadelte i) Bild macht überhaupt nicht den Eindruck 
eines idealen Kunstwerkes, sondern mehr den eines Porträts 
Vergleiche 
Burckhardt 
ß Ciceronea 
        

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