Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt
Person:
Brücke, Ernst Wilhelm Paar, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1955022
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seiner Tiefe, das heisst auf Kosten seines Durchmessers 
von vorne nach hinten, gewonnen hat. Es ist dies der 
breite, flache Tlzorrzx, der bei der angelsächsischen Rasse 
besonders häufig ist. 
Die besten weiblichen Gestalten gibt ein Brustkorb, 
dessen Querdurchmessei" zwar gross genug ist, um die 
Schultern eng anliegend zu machen, nicht flügelartig ab- 
stehen zu lassen, aber andererseits weder zu gross im 
Vergleiche, mit dem Tiefendurchmesser, noch zu gross in 
Rücksicht auf die Durchmesser der Oberarme und der 
Schultern. Oberarme und Schultern, welche schwach sind 
im Verhältnisse zu der Breite der Brust, machen immer 
einen armseligen Eindruck.  
Man lasse sich durch die Laune der jetzigen Mode 
nicht bestimmen zu glauben, dass dies für bekleidete 
Figuren nicht der Fall sei. Der Eindruck ist hier nicht 
minder schlecht; wir sind nur durch die Gewohnheit 
dagegen abgestumpft. Man gehe nach San Sebastiano in 
Venedig und sehe, wie Tom. Lombardi über diesen 
Punkt dachte. 
Die Brust im engeren Sinne des Wortes (Mammut) 
hat bei verschiedenen Weibern eine verschiedene Stellung. 
Bei den einen ist sie mehr nach aussen gewendet, so 
dass die Brustwarzen verhältnismässig weiter von ein- 
ander entfernt sind, bei anderen sind die letzteren mehr 
einander genähert und nach vorne gerichtet. Zum Theile 
hängt dies mit dem Grade der Entwickelung der Brust 
zusammen. Die sich entwickelnde Brust zieht die Haut, 
welche sie nun für ihre grössere, mehr convexe Oberfläche 
braucht, nach sich, und, da die Haut an der Seite leichter 
folgt als die Haut zwischen den Brüsten, so sind die 
Brustwarzen später relativ enger gestellt, als vor der 
Vollendung ihrer räumlichen Entwickelung. Hiemit und 
mit der geringeren Entwickelung des Brustkorbes hängt 
es auch zusammen, dass bei den Weibern die Brustwarzen 
enger gestellt sind als bei den Männern. Bei gleicher Breite
        

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