Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt
Person:
Brücke, Ernst Wilhelm Paar, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954793
Arme nach aussen abwich, wenn um mehr als 90 Grad 
gebeugt wird, nach innen abweichen.  
Ich habe im vorhergehenden die Axe des Oberarmes 
von der des Oberarmbeines unterschieden. Unter ersterer 
als 
90 
Grad 
verstehe ich nicht die Axe des Knochens, auch nicht die 
Axe, um welche sich der herabhängende Oberarm im 
Schultergelenk dreht, denn diese müsste durch einen Punkt 
gehen, dessen Horizontalentfernung von der Gelenkfläche 
sich während der Drehung nicht ändert. Es ist vielmehr 
nur eine gerade Linie gemeint, welche im allgemeinen 
durch die Mitte der verschiedenen Querschnitte gezogen 
ist. Diese ist es, welche für das Auge in Betracht kommt, 
denn sie würde die wahre geometrische Axe des Oberarmes 
sein, wenn er die Gestalt eines Cylinders hätte. Sie muss 
in der Pronation in ihrer Verlängerung noch durch die 
Mitte der Handwurzel gehen, um den pronierten und ge- 
streckten Arm noch als gerade erscheinen zu lassen. 
Eine besonders ungünstige Cornbination ist die des 
schief angesetzten Vorderarmes mit der Ueberstreckung. 
Wird ein solcher Arm in der Supinationslage gestreckt, 
so ragt der nach innen gewendete Höcker des unteren 
Endes des Oberarmbeines in Form einer Ecke nach innen 
vorne hervor 
und 
und 
macht 
eine 
überaus 
hässliche 
Linie. 
Ich habe oben gezeigt, wie die Linien des gestreckten, 
mässig schief angesetzten Vorderarmes durch die Pronation 
verbessert werden. Wenn sich indessen der Winkel, der 
durch den schiefen Ansatz entsteht, weiter von I 80 Grad 
entfernt, so bleiben auch in der Pronation die Linien 
schlecht. Die eckige Hervorragung, welche der innere 
Knorren des Oberarmbeines (Beugeknorren genannt wegen 
der Beugemtiskeln, die von ihm entspringen) hervorbringt, 
wird dann durch die Pronation nicht mehr maskiert. Sie 
wird noch hervorgehoben durch die Einsenkting, welche 
drei Quertinger nach abwärts von ihr entsteht. Letztere 
rührt her von der Anspannung, in welcher die Sehnenbinde 
des Vorderarmes durch ihre Verbindung mit der Ansatzsehne
        

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