Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt
Person:
Brücke, Ernst Wilhelm Paar, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954742
Schönheit der Linien verträgt, und das ist es, was ich schief 
angesetzten Vorderarm nenne. 
Schon die blosse Ansicht eines solchen Armes zeigt, 
wenn er gestreckt ist, bei supinierter Hand sowohl von vorne 
als von rückwärts diese Deformität, noch mehr aber tritt 
dieselbe hervor, wenn man den am meisten nach vorne 
vorragenden Theil des Oberarmbeinkopfesi) aufsucht, hier 
eine Schnur andrückt und diese gespannt zur Hand herunter- 
leitet, so dass sie hier zwischen den zwei mittleren Beuger- 
sehnen zu liegen kommt, welche nahe der Hand am Vorder- 
arme deutlich hervortreten, sobald man die Hand gegen 
den Vorderarm durch Muskelaction beugt und dieser Beugung 
einen ausseren Widerstand entgegensetzt. Es sind dies die 
Sehnen des  przlnmrz": Zougus und des III. flexor cnrpi 
mdialis, auch innerer rzzdizzlis genannt. Die gespannte 
Schnur muss dann folgenden Verlauf zeigen: 
Auf der Beugeseite des mit supinierter Hand gestreckten 
Armes befindet sich in der Ellenbogengegend eine flache 
Grube. Sie wird dadurch gebildet, dass sich hier die Sehne 
des grossen Armbeugers (M. özkeps brzzclziz") zwischen den 
zu beiden Seiten liegenden Muskelmassen in die Tiefe senkt, 
um sich an die Speiche anzuheften. Mitten über diese Grube 
oder doch unmittelbar nach aussen von der Tiefe derselben 
muss die Schnur hinlaufen; je weiter sie sich von ihr nach 
aussen entfernt, umsomehr ist der Vorderarm schief an- 
gesetzt. Ich will keineswegs behaupten, dass dieser gerade 
angesetzte Vorderarm überall der häufigste und deshalb im 
anthropologischen Sinne der normale sei; aber er ist der- 
jenige, welcher in die verschiedensten Lagen gebracht 
werden kann ohne schlechte Linien zu geben, und den 
ich deshalb als den besten für künstlerische Zwecke be- 
trachten 
ITILISS. 
 Es ist dies die sogenannte kleinere Anschwellung (Tuäerwlzuzz 
zuinux) des Oberarmbeinkopfes, welche Linmitteliwaa- nach innen und vorne 
von der Furche liegt, in der die Sehne des langen Kopfes des grossen 
zweiköpßgen Armbeugers  Öiceps brazlzii) zum Schultergclenke läuft.
        

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