Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt
Person:
Brücke, Ernst Wilhelm Paar, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1955535
III 
neben einander auf, und dies kommt auch anderswo vor 
und geht gelegentlich über in die Bildung, bei Welcher die 
absteigenden Aeste des typischen Schnittes sich zwischen 
Bauch und Schamberg in einem nach unten convexen 
Bogen vereinigen, während die Linie zwischen Scham und 
Schenkel in die Schenkelbeuge übergeht und so völlig 
getrennt von der Beckenlinie und unterhalb derselben 
vcrliiiuft. 
sich 
Wenn man fragt, weshalb 
denn nicht auch an antiken 
die typische Beckenlinic 
Darstellungen weiblicher 
1 
Gestalten finde, so lautet die Antwort: die Beckenform, 
welche in der Wirklichkeit die typische Linie hervorbringt 
und welche für die Entstehung derselben unerlässlich ist, 
gehört bei weiblichen Becken zu den Seltenheiten. Beim 
weiblichen Becken sind im allgemeinen die Schaufeln der 
Darmbeine weniger steil gestellt und eingerundet als beim 
Manne; sie sind mehr schräg nach aussen gewendet und 
dadurch wird die Entfernung der beiden vorderen oberen 
Darmbeinstachel grösser. Dies letztere ist es hauptsächlich, 
welches das Zustandekommen der Linie, wie wir sie an 
antiken Darstellungen männlicher Gestalten sehen, un- 
möglich macht.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.