Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt
Person:
Brücke, Ernst Wilhelm Paar, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1955395
Das Becken und seine 
dem Rumpfe und den 
Verbindung mit 
Oberschenkeln. 
Wenn man die antiken männlichen Statuen betrachtet, 
so wird man an ihnen eine grosse Uebereinstimmung finden 
in Rücksicht auf den Schnitt der sogenannten Beckenlinie, 
der Linie, welche von den Hüften gegen die Schamtheile 
hinabsteigt. Sie ist wesentlich dieselbe auf archaischen 
Bildwerken, auf Werken der Blüthezeit griechischer SCLllptllf 
und auf NVerken der römischen Bildnerei aus der Kaiser- 
zeit bis zum gänzlichen Verfalle der heidnischen Kunst. 
Man wird aber diesen im Alterthume durch so viele 
Jahrhunderte befolgten Schnitt nicht so leicht wiederfinden, 
wenn man lebende Modelle untersucht. Zunächst findet 
man dort, wo man an Antiken über dem Darmbeinkammeä) 
eine mehr oder weniger starke Hervorragung sieht, bei 
jugendlichen, schlanken und wohlgebauten Männern, wie 
sie die antiken Statuen und Reliefs darstellen, keine solche, 
häufig sogar eine Einsenkung, welche indessen etwas 
höher liegt als der Weichenwulst bei den Antiken, indem 
letzterer, wie wir später sehen werden, den Darmbeinkanlm 
noch mit einschliesst, während die Einsenkung, wo wir sie 
an Lebenden sehen, immer über der Höhe des Darmbein- 
karnmes 
liegt. 
K52) Das obere Stück des Hüftbeines heisst Dannbein. Die Ausdrücke 
Hüftbeizxkamm und Darmbeinkamm sind dadurch gleichbedeutend. 
Brücke: Schönheit und Fehler d. menschl. Gestalt. 7
        

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