Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt
Person:
Brücke, Ernst Wilhelm Paar, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1954161
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1955331
nicht der Fall ist, und andererseits fette, bei denen man 
die schlechte Lagerung des Schulterblattes durch die Fett- 
bedeckungen hindurchsieht. 
Ein magerer, das heisst ein fettarmer Rücken kann 
ganz tadellos sein, nicht nur ein männlicher, sondern auch 
ein weiblicher; nur muss er in letzterem Falle eine Ober- 
fläche darstellen, in welche zwar Verschiedenes eingegraben 
ist, aus der aber nichts hervorragt. Man mag dies auf den 
ersten Anblick für einen Widerspruch halten und sagen, 
es könne keine Thäler ohne Berge geben. Doch dieser 
Widerspruch ist nur ein scheinbarer. Jeder, der ein Terrain 
zu beschreiben weiss, wird unterscheiden zwischen einer 
Ebene, aus der einzelne Hügel und Hügelketten hervor- 
ragen, und einer Ebene, die von einzelnen Thälern und 
Senkungen durchfurcht ist. Es handelt sich eben darum, 
dass die Dinge, welche die charakteristische Zeichnung 
bilden, sich das eine Mal über das Gesammtniveau er- 
heben, das andere Mal unter das Gesammtniveau senken. 
An einem solchen mageren Rücken muss man das Spiel 
der Muskeln unter der Haut sehen, aber keine hervor- 
ragenden Ecken und Kanten von Knochen. Ich erinnere 
daran, dass ich hier unter einem mageren Rücken nur 
einen fettarmen verstehe; denn ein solcher, an dem auch 
die Muskeln nicht gehörig entwickelt sind, ist unter allen 
Umständen hässlich. 
NVenn ein gut gebauter Rücken mit einem rnässigeil 
Fettpolster überzogen ist, so zeichnet sich gewöhnlich zu 
beiden Seiten der Medianfurche in der Schultergegend eine 
seichte längliche, von oben nach unten erstreckte Ver- 
tiefung, eine längliche Grube aus. Diese Grube entspricht 
einer Vertiefung nahe dem hinteren Rande des Schulter- 
blattes, welche sich zwischen dem Ursprunge des Unter- 
grätenmuskels (Jllzzsczzlzzs infmspzävzatusj des Schulterblattes 
einerseits und dem Ursprunge des grossen rautenförmigen 
Muskels (Äfßzsczzlzzs rlzauzäaideus major) andererseits befindet. 
Obgleich sie nicht nur von der Haut und dem Fettpolster,
        

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