Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1948323
Zweiter Abschnitt. 
gelenk dieselbe Winkelbewegung besitzt, wie das Ellbogengelenk. Die 
Unterschiede beruhen in dem viel größeren Umfang der sich berührenden 
Gelenkflächen und der bedeutenden Stärke der Muskulatur. Demgemäß 
ist die Furche tiefer und der Wulst der bei starker Beugung verscho- 
benen Muskeln ansehnlicher (Fig. 34 bei Das Sprung gelenk zeigt 
als Winkelgelenk ebenfalls Falten, welche durch das Zusammenschieben 
der Haut bei der Streckung des Fußes (bei der Plantarflexion) oberhalb 
der Ferse in großer Zahl, verschiedener Länge und Tiefe entstehen 
(Fig. 33). Sie laufen geschwungen über die Achillessehne hinweg. Mit dem 
Alter nehmen auch diese Falten zu, weil die Elastizität der Haut abnimmt. 
Fig. 34. 
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Gelenkfurehe von der Kniekehle ausgehend, bei stark gebeugtem 
Skizze eines Titanen nach GUIDO RENI (Stich nach B. CORIOLAN). 
Bein. 
Dieselbe Einfachheit der Entstehung bieten noch jene Falten, welche 
bei dem Oeffnen des Unterkiefers und bei dem Senken des Kopfes entstehen. 
Bei dem Oeffnen des Unterkiefers entsteht eine Kerbe dicht an dem 
Kehlkopf gegen das Ohrläppchen hin, um sich auf halbem Wege zu ver- 
lieren. Sie liegt genau in derselben Richtung, welche bei gerader 
Haltung die Grenzmarke zwischen Kopf und Hals bildet. Sinkt der 
Kiefer stark herab, so kommt es nur zu einer Vertiefung der schon vor- 
handenen Furche.  Bei dem Beugen des Kopfes treten mehrere Falten 
auf, wenn bei geschlossenem Mund sich die Kinnspitze fast bis zur Be- 
rührung des Brustbeinendes herabsenkt. Die dünne Haut des Halses 
wird zu niederen Falten zusammengeschoben, welche, vom Kehlkopf aus
        

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