Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1948142
Abschnitt. 
Zweiter 
bringt; sie bedeckt dann den Sitzknorren, auf dem Während des Sitzens die Last des 
Körpers ruht. Nachdem die Empfindlichkeit des Fettes gleich Null ist, bildet der 
Fettklumpenlauf dem Sitzknorren ein weiches Polster, das diese Ruhelage selbst auf 
hartem Brett erträglich macht. Je mächtiger diese Polsterung, um so länger läßt 
sich das Sitzen ohne Beschwerde aushalten. Von welcher Bedeutung dieser wichtige 
und wenig gewürdigte Nutzen des Fettes ist, geht am deutlichsten aus den Folgen 
des Fettmangels an dieser Stelle hervor. Nach langer Krankheit werden selbst diese 
Massen auf ein lilininnlm reduziert und den Kranken dadurch das Sitzen mit an- 
gelelmtem Rücken unerträglich gemacht; die Haut wird eben zwischen den harten 
Knochen und die Unterlage schmerzhaft gepreßt, während sonst Millionen von Fett- 
zellen den Druck übernehmen und verteilen. 
Die seitliche Hüftgegend ist bei dem weiblichen Geschlecht durch 
besonders große Fettmengen ausgezeichnet, welche die am übrigen Körper 
Hüftbcinkannn. 
  Vorderer oberer Dannbeinstachel. 
  Leistenlixlie. 
f   R011 hügel. 
 I:    Untere Bauchlinie. 
 X, f Xi      Schcnkelbeuge. 
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ab.         Schumberg. 
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Fig. 21. Das Rumpfende eines halb liegenden Mädchens. SiehLe Fig. 22. 
vorkommende Schicht an Dicke und Umfang weit übertreffen und dem 
Manne in dieser Form und Ausdehnung fehlen. Der Übergang von der 
seitlichen Lende11- in die Hüftgegend geschieht bei dem Weibe durch 
allmähliche Schwellung (Fig. 21), während bei dem Manne der obere 
Rand des Hüftbeins eine deutliche Grenzlinie bildet (Fig. 23). Bei dem 
Weibe wird nur mit Mühe die Grenze zwischen Bauchwand und Hüft- 
knochen erkennbar. Die Stelle, an der bei dem Manne der große Roll- 
hügel bemerkbar ist, wird bei der Frau unkenntlich und erscheint nur 
als breite und flache Erhöhung (Fig. 21). Die Vorderfläche des Rumpfendes 
zeigt bei dem Weibe (Fig. 21) drei Linien: 1. die untere Bauchlinie, 
2. die Leistenlinie, von der vorderen Schenkelfläche abgesetzt, 3. die 
Schenkelbeuge, die alle drei auch bei dem Manne vorkommen. Die
        

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