Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1953498
Über Menschenrassen. 
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rücken scheint zu fehlen, wenigstens ist äußerlich nichts von ihm zu be- 
merken als der Platz für die Nasenbeine. Die Wangenbeine springen kantig 
hervor und stellen die höchsten Punkte des Obergesichtes dar. 
In den Figuren 271 und 272 sind zwei Porträts zu sehen, welche 
Asiaten mit Kurzgesichtern darstellen. Was uns, den Europäern, an diesen 
Asiaten auffällt, ist die Größe des Kauapparates, dem die Hirnkapsel 
untergeordnet scheint, obwohl dies bei genauerer Betrachtung nicht in 
jenem Grade und jedenfalls nicht in physiologischer Hinsicht, bezüglich 
des Inhaltesf der Fall ist. Die beiden Figuren ergänzen sich, denn an 
der Figur 272 ist, durch die Wendung des Kopfes, die Seitenansicht der 
Wangen noch etwas mehr gestattet, als dies bei Figur 271 möglich ist. 
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Fig- 
270. 
HAzA-EL-NIMR, 
Beduine, 
Palästina. 
Die große Masse des Kauapparates wird durch nichts in dem übrigen 
Gesicht gemäßigt. Der Nasenrücken fehlt ganz, das Ende der Nase mit 
den Nasenöffnungen ist klein, der Oberkiefer und namentlich der Unter- 
kiefer samt den Muskeln mächtiger als bei Europäern und die Lippen 
dicker und größer als bei uns. Dazu kommt die kleine schiefgestellte 
Lidspalte; das Auge wird durch die Lider in einem weit höheren Grade 
zugedeckt, als bei uns, es verliert dadurch etwas von dem beherrschenden 
Ausdruck, den es bei der weißen Rasse besitzt. Um die Größe des Ge- 
1 Die Chinesen haben ein großes und reiches Staatswesen entwickelt, Dichter, 
Philosophen, Politiker ersten Ranges zeichnen dieses Volk aus, also die physiologische 
Thätigkeit des Gehirns bleibt auch hier von einer stärkeren Entwicklung des Kau- 
apparates unberührt. 
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