Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1953452
Über Menschenrassen. 
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Kurzschadel, Lang- und Breitgesichter, sowohl unter den Lebenden wie 
unter den seit Jahrhunderten und Jahrtausenden Verstorbenen. Die 
Menschenschädel der Pfahlbau-Bevölkerung oder der frankisch-allemanischen 
Periode sind identisch mit denen von heute. Die centraleuropaischen 
Menschenvarietaten sind in der Form der Schädelkapsel und in derjenigen 
ihres Antlitzes immer schon fertig, wohlgeformt, wo immer wir sie finden, 
sie haben sich körperlich nicht geändert. Sprachen, Sitten und Staats- 
formen und Völkernamen haben gewechselt, die Rassen sind immer die- 
selben geblieben in Bezug auf die anatomischen Eigenschaften ihres 
Körpers. 
Die Statistik der Schädelformen und der Farbe der Augen, der 
Haare und der Haut hat also bewiesen, daß die verschiedenen oben- 
geschilderten Rassen über ganz Europa verbreitet sind, sie hat aber 
ferner noch gezeigt, daß ihre Verbreitung keine gleichmäßige ist, dort 
sind mehr von diesen, hier mehr von jenen Unter-Rassen vorhanden. So 
herrschen im Norden mehr die blonden Rassen mit ihren Mischlingen 
vor, im Süden mehr die brünettenß 
Für die Beurteilung der Rassenreinheit und der Rassenkreuzung giebt 
die schon erwähnte Statistik über die Augen-, Haar- und Hautfarbe eben- 
falls wertvolle Aufklärung. Von dem rein blonden Typus existiert in 
Mitteleuropa ljffo. Auf den briinetten Typus fallen etwas mehr als ljeofo. 
Mehr als die Hälfte aller Menschen sind also Mischlinge, entstanden aus 
der Kreuzung zwischen Blonden und Brünetten. Selbstverständlich steigen 
und fallen auch hier in den verschiedenen Gebieten mit der Ab- oder 
Zunahme der reinen Formen die Zahlen der Mischlinge.  Bei diesen 
statistischen Erhebungen wurde Reinheit oder Mischung eines Individuums 
nach Merkmalen bestimmt, welche in den Weichteilen liegen, es läßt 
sich aber zeigen, daß die Vermischung der europäischen Rassen auch die 
Rasseneigenschaften der Knochen durcheinanderrüttelt. Dann kommt 
eine lange Nase mit hohem Rücken in ein Kurzgesicht, oder umgekehrt 
in das Langgesicht eine kurze Nase. Die Wangenbeine treten vor und 
die Jochbogen stehen in einem Langgesicht weit ab, statt eng anzuliegen, 
oder das entgegengesetzte findet in einem Kurzgesicht statt, das Massen- 
verhaltnis der einzelnen Teile zu einander ist dann gestört, die Pro- 
portion ist durchbrochen, "die ein Antlitz harmonisch macht. Bei farbigen 
Rassen ist die natürliche Proportion der einzelnen Abteilungen des 
Gesichtsschadels, oder die Proportion des Gesichtsschadels zu dem Hirn- 
schadel an sich schon gestört. Darin liegt das Fremdartige der Er- 
Verteilung ist folgende: 
In Deutschlarid   
„ Österreich    
„ der Schweiz   
Die 
Brünette 
14  05 
23 -17 
25  '70 
Mischlinge 
54- 15 
68-04 
63- 20
        

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