Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1953378
Über Menschenrassen. 
551 
kurzgeschorenen Haupt zeigt eine leichte Einsenkung den Beginn der 
Hinterhauptschuppe an, und die überhängendeStirn verursacht einetief 
eingesetzte Nase, wodurch die Grenze zwischen Gesicht- und Hirnschädel 
scharf zum Ausdruck kommt. Bei der Betrachtung des nämlichen Kopfes 
von vorn (Figur 262) steigt der Scheitel beträchtlich in die Höhe. 
Die Figuren 261 und 262 stammen aus einer Abhandlung von Dr. LANGERHANS 
über die heutigen Bewohner Palästinas. Nach der Gruppierung der Völker auf Grund 
ihrer Sprache gehört der Grundstock der Bevölkerung Palästinas und der angrenzen- 
den Länder zu dem semitischen Völkerkomplex. Ob wir die Scmiten auf Grund ihrer 
rassenanatomischen Merkmale zu den Europäern oder zu den Asiaten rechnen 
z-X _X 
wg: x 
X 
 w Qx  ä 
x-x x) 
 ß; "H; 
 X x ä   
  Xh Wv 
c: " 
   
  X.   ÄXX 
  Vsx 
X    m 
   X 
 Fig. 261. 
Anmnn, Fellache (Bauer) aus Palästina, 
ein Brachycephale. 
"x 
Ä R lxX 
 [PH  XXXXNWXXXNJ 
JJ   
 S 
ß  1) 
K7 R V41 
U47 M ljß 
z!    Ü, I? 
 ß f J. q 
j 17 ä {X3 ä 
 F7   xK V) 
 J m x I. 
KW N.  l XN 
 XWÄ  KM 
Xmki? J, 
Fig. 262. 
Aumzn, Fellache (Bauer) aus Palästina, 
ein Brachycephale. 
müssen, ist noch nicht entschieden. Gleichwohl wurde dieses Porträt hierher gesetzt, 
Weil es der Anforderung einer rassenanatomischexi Abbildung entspricht und als 
Beispiel eines Brachycephalen alle Zeichen der Schädelbildung, vortreiflich ausgeprägt, 
an sich trägt. Um den Anforderungen derjenigen Wissenschaft zu entsprechen, 
welche die Klassifikation des Menscliengeschlechtes auf Grund der körperlichen 
Merkmale anstrebt, ist es, abgesehen von der Messung der Schädelform, auch not- 
wendig, genaue Porträte en profil und en face zu besitzen, wobei der 'KOpf in der 
horizontalen Ebene getragen wird und der Blick in die Ferne gerichtet ist. Nur 
unter solchen Umständen lassen sich die beiden Ansichten gut vergleichen. 
Der Sokrateskopf (Fig. 263) zeigt die Form eines Langschadels. 
Die aufsteigende Stirn biegt in einen langgezogenen Scheitel um, der, im 
Gegensatz zu der Form der Kurzschadel, in der Sprache der Kraniologie 
"gestreckt" heißt (wie in Fig. 260 a). Das Hinterhaupt ist ausgezogen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.