Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1953354
Zweiter 
Teil. 
Fünfter 
Abschnitt. 
Über 
Menschenrassen. 
549 
breiten. Er stimmt mit MICHELANGELO überein über die 28 Nasenlängen der mensch- 
lichen Gestalt und verfeinert nun den Maßstab. Eine Nasenhöhe entspräche also 
3 Fingcrbreitcn, und er teilt dem Oberkörper 40, den Beinen 43 solcher Teile zu.  
Dr. A. Zmsme: Neue Lehre von den Proportionen des menschlichen Körpers.  
Derselbe: Die Unterschiede in den Proportionen der Rassentypen. VIERORDTlS Archiv 
für physiologische Heilkunde. 1856.  Derselbe: Über die Metamorphosen in den 
Verhältnissen der menschlichen Gestalt von der Geburt bis zur Vollendung des 
Längenwachstums. Mit 10 Tabellen, 2 graphischen Darstellungen und 1 Tafel mit 
Zeichnungen von 9 menschlichen Figuren. Verhandlungen der kaiserl. Leopold- 
Carolinischen Akademie der Naturforscher. Vol. XXVI. p. I1.  PF1TZNER,VlT.3 Zeit- 
schrift fiir Morphologie und Anthropologie. Bd.1. 1899.  
Fünfter 
Abschnitt. 
Über 
Menschenrassen. 
In diesem Abschnitte sollen die in Centraleuropa vorhandenen 
Menschenrassenl nach ihren Eigenschaften an dem Gesicht und an dem 
Schädel beschrieben werden. Das Gesicht ist sowohl für die Kunst, wie 
für die Wissenschaft von der Abstammung des Menschen und der Ver- 
wandtschaft der Rassen untereinander viel wichtiger als die Hirnkapsel. 
Auf die Beschreibung der europäischen Gesichtsformen ist aus diesem 
Grunde besonderer Nachdruck gelegt. Die Porträte von Menschen anderer 
Kontinente sind dem Text mit eingefügt worden, um die Merkmale der 
Europäer um so schärfer hervortreten zu lassen. 
Die Rassenanatomie berücksichtigt alle Merkmale, sowohl diejenigen 
der Weichteile, als diejenigen der Knochen, und zwar sowohl an Kopf 
und Rumpf, als auch an den Gliedmaßen. Der widerstandsfähigste Apparat 
des Körpers, das Skelet, hat am meisten schon wegen seiner Dauer- 
haftigkeit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Kann man die Vorfahren 
nicht mehr zur Stelle schaffen, so gelingt es wenigstens mit ihren Knochen. 
Unter allen Teilen des Skeletes ist es dann wieder der Schädel, der am 
meisten Rassenmerkmale von allen übrigemKnochen erkennen läßt, weil 
er am vollkommensten die Formen des Hauptes wiedergiebt, wie dies im 
einzelnen die Osteologie in den vorhergehenden Blättern gezeigt hat. 
Eine Vergleichung europäischer Schädel untereinander hat nun ergeben, 
daß die Hirnkapsel dreierlei Formen aufweist, sie ist lang, mittellang 
1 Die Kenntnis fremder Rassen ist in den letzten Jahren durch die zahlreichen 
Reisebeschreiburmgen wesentlich gefördert worden, besonders auch durch die Schau- 
stellungen, welche Vertreter von Naturvölkern aller Art in Europa zur Beobachtung 
brachten.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.