Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1953337
Einige 
Beispiele 
über 
die 
Anwendung 
der 
Proportionslehre. 
Mit Hilfe des oben für den erwachsenen Menschen gegebenen Kanon 
lassen sich nicht allein Entwürfe vor der endgiltigen Vollendung prüfen, 
sondern schon bei dem Entwurf können die angegebenen Regeln mit Er- 
folg angewendet werden. 
Soll eine Kolossalfigur von 4 Meter hergestellt werden, dann beträgt die 
Oberlänge vom Scheitel bis zum Schambein (Mitte der Schoßfuge); 2 Meter. 
Die Unterlänge von dort bis zur Fußsohle            2 „ 
Der Kopf erhält vom Scheitel bis zum Unterkieferrand.       0-52 „ 
Die Entfernung vom Scheitel bis unterhalb der Brustwarzen beträgt.  1-20 „ 
Die Entfernung vom Scheitel bis zum Nabel.           1-60 „ 
Die Entfernung vom Scheitel bis zur Mitte des Oberschenkels     2-40 „ 
Die Entfernung vom Scheitel bis oberhalb des Knies        2-80 „ 
Die Entfernung vom Scheitel bis zur Wade (vergl. Fig. 251 und 252)  3-20 „ 
Die Entfernung vom Scheitel bis zum Knöchel.          3-60 „ 
Die Entfernung von der Fußsohle bis zum Knöchel         0-20 „ 
Die Länge der Beine vom Damm zur Fußsohle vorn und seitlich    1-96 „ 
Die Länge der Beine hinten (von der Glutaealfalte zur Fußsohle)    1-86 „ 
Nach den von PFITZNER gegebenen Zahlen beträgt die Länge der Beine 
vornundanderSeitenur         
Die Länge des herabhängenden Armes vom Akromion bis zur Spitze des 
 
Die Länge des Oberarmes von der Schulterhöhe bis zur Ellbcuge    0-S0 „ 
Die Länge des Vorderarmes bis zum Handgelenk.         0-56 „ 
 
Diese Zahlen werden auf folgende Weise gewonnen: die Kolossaliigur 
von vierMetern in 100 Teile geteilt, ergiebt für die Distanz zwischen 
zwei Querlinien des IOO-teiligen Maßstabes genau vier Centimeter. Denkt 
man sich jede der Figuren 251 und 252 100 Centimeter : 1 Meter hoch, 
so hat man die Entfernungen nur mit vier zu multiplizieren: z. B. bei 
der 1 Meter hohen Figur mißt nach dem Kanon die Höhe des Kopfes 
13 Teile; bei einer metergroßen Figur also 13 Centimeter (siehe S. 522); 
bei einer viermal größeren Figur 4 x 13 (Zentimeter : 52 Centimeter u. s. w. 
Noch einfacher geschieht die Berechnung auf rein mechanischem 
Wege. Es sei die Aufgabe, eine Figur von genau 1-90 Meter Höhe zu 
entwerfen, so wird eine Linie auf der Leinwand von der verlangten Höhe 
gezogen, in 100 Teile geteilt, wie die Figuren 251 und 252. Die Angaben 
von Seite 522 liefern dann die Längen der betreffenden Distanzen vom 
Scheitel z. B.: 
angegeben 
die Kopfhöhe          
die Oberhöhe (Wurzel des Gliedes)  
die Länge des Rumpfes, wie Seite 524 
Teile 
77 
n u- 
13 
50 
52 
Allgemeine Regel für die Anwendung des Kanon: Man teile die 
Körperhöhe, deren Zahl gleichviel 0b in Metern, oder in Centimetern 
oder in Millimetern gegeben sei, in 100 gleiche Teile. 'Die 'l'abelle auf 
35""
        

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