Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1953256
des 
mcnscl 
llichen 
Körpers; 
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Vom Scheitel bis zur Handhabe des Brustbeines sind es (Fig. 258 oben)  
Dabei ist ersichtlich, daß der Ausdruck Handhabe nicht präzis genug ist 
für die Messung am Skelet, denn es ist notwendig zwischen oberem und 
unterem Rand der Handhabe zu unterscheiden (Figur 258 B und B1, in 
der Mitte). 
Vom Scheitel bis zum Schwertknorpelende sind es          
Auch hier muß beachtet werden, daß das Ende des Sclnvertknorpels 
gemeint ist. Am Lebenden ist dies nur bei genauer Bekanntschaft mit 
dem anatomischen Bau zu entscheiden. 
Teile 
Vom Scheitel bis zur Mitte der Schoßfuge sind es          
Dort befindet sich also die Mitte der Skelethöhe oder die Mitte des 
Körpers. Was darüber ist, heißt Oberlänge. was darunter die Unter- 
länge. Zur Unterlänge gehört, wie auch an dem Skelet sichtbar ist, ein 
Teil des Beckens und die anschließenden Beine. Will man nun eine 
Übereinstimmung mit den Messungen am Lebenden erzielen, so inuß 
folgendes beachtet Werden: 1) daß ein.Teil der Oberschenkelknochen, 
nämlich Kopf, Hals und großer Rollhügel noch in den Bereich des Beckens 
fallen, also in die Strecke oberhalb jener Ebene, welche die beiden Sitz- 
höcker (Figg. 258 und 259 Si) miteinander verbindet; 2) daß die Weich- 
teile, welche die Sitzhöeker bedecken und den Damm oder das Mitteliieich 
herstellen, mit in Betracht gezogen werden müssen. Geschieht dies, dann 
steigert sich die Rumpflänge bei diesem Individuum auf       
bei Männern und bei Frauen gemeinsam berechnet auf        
 wie oben bei der Proportionslehre des Lebenden angegeben wurde. 
(Vergl. mit den Skeletfiguren 256 und 258 die Figuren 251 und 252). 
An dem Skelet ist die Grenze von Ober- und Unterschenkel, nämlich die 
Gelenkspalte, leicht erkennbar. Sie zieht zum Unterschied vom Lebenden 
zuerst die Aufmerksamkeit auf sich, während die Kniescheibe weniger in 
die Augen fällt. Wer genaue Messungen an dem Skelet machen will, 
wird also stets die Gelenkspalte als sicheren Meßpunkt wählen. Die Ent- 
fernung vom Scheitel beträgt in unserem Skelet          
Daß am Lebenden die Kniescheibe ebenfalls einen guten Anhaltspunkt 
gewährt, wurde schon hervorgehoben, allein er darf doch nicht überschätzt 
werden, weil er beweglich ist; die Kniescheibe wandert bei der Beugung 
und Streckung auf und ab, und selbst während der Streckung kann sie 
einen hohen oder einen tiefen Stand einnehmen. Endlich ist_ noch kein 
Übereinkommen erzielt worden, ob man ihr oberes Ende oder die Mitte 
als Meßpunkt wählen soll.  
Die Epikondylen, die Nebengelenkhöcker Figur 258 bei 8, Welche sich 
höher als die Kondylen befinden, stellen gute Knochenpunkte dar. Die 
Achse des Kniegelenkes ist durch sie in Figur 258 hindurchgezogen als 
quere Linie (unterhalb 8 der Figur); die Gclenkachse schneidet die Knie- 
seheibe. Allein auch hier sind anatomische Erfahrungen unerläßlich, um 
diese Stelle genau zu bestimmen. Die Schwierigkeiten sind gering bei 
abgemagerten Individuen, aber sobald kräftige Individuen zur Unter- 
suchung herangezogen werden, wird die Brauchbarkeit dieser Epikondylen 
als Meßpunkte wesentlich eingeschränkt. Deshalb wurde eine leichter 
bestimmbare Stelle gewählt: nämlich der obere Band der Kniescheibe 
(aufrechte Stellung), während" die Streekmuskeln zusammengezogen und 
dadurch der höchste Stand der Kniescheibe erreicht ist. Diese Stelle ist 
von der Grundfläche entfernt (vergl. die Figg. 256 und 258).
        

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