Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1953209
534 
Zweiter 
Teil. 
Vierter 
Abschnitt. 
Diese Gliederung des Gesichtes in drei gleich große Zonen für Stirn, 
Nase und Untergesicht tritlt bei einem normalen Schädel, der so ge- 
stellt ist, als 0b die in den Augenhöhlen sitzenden Augen den Blick hori- 
zontal richten würden (Blig. 254), auf folgende Teile: 
Die oberste Zone oder die Stirnzone (Fig. 254 zwischen a und b) 
umfaßt die Gesichtsiiäche des Stirnbeins (der Soheitelteil ist ausgeschlossen). 
Ihr Ende findet sie an der Grenze der Stirnnasennaht. Das ist eine 
sichere Linie, die bei den Schädelmessungen und in der Anatomie über- 
haupt, als die Begrenzung des Stirnbeiixes und zwar mit Recht be- 
trachtet wird. Von dieser Linie aus wird sowohl beim lebenden Kopf, 
als bei dem Schädel der Beginn der Nase gerechnet; dort, an der Stirn- 
nasennaht, ist die Nasenwurzel durch eine seichte Vertiefung markiert. 
Kranznaht 1- 
Schläfenlinie 2-- 
Gr. Keilbeinfiügel 5-- 
Schläfenbein 5.. 
Stirnfortsatz des  
Wangenbeines 5' 
Jochbogen 6-- 
Wangenbein 7-- 
Warzenfortsatz  
Unterkieferfortsatz gw 
Die schiefe Leistemw- 
Unterkieferwinkel ll" 
-31 
Höhe der Stirn 
: oberer Ge- 
sichtsteil 
b 
Höhe der Nase 
: mittlerer Ge- 
J sichtsteil 
-C 
Höhe zwischen 
Nasenstachel und 
Kinn : unterer 
Gesichtsteil 
wd 
Fig. 254. 
Schädel 
eines 
von vorn, 
Esthen 
mit dem 
Orthographen 
gezeichnet. l 
In der Stirnzone liegen noch die oberen Ränder der Augenhöhlen und 
die Brauenbogen und seitlich in gleicher Höhe mit der Stirnnasennaht 
auch die Stirn-Wangenbeinnaht. 
In der zweiten Zone (Fig. 254 zwischen b u. c) liegt der größte 
Teil der Augenhöhle, das Wangenbein, der Jochbogen, die Nasenbeine 
und der Naseneingang. Die zwei letzteren Teile bilden zusammen am 
Schädel die Nasenlänge. Am Lebenden ist sie bei geraden Nasen etwas 
länger, wegen der Dicke der Haut und einer leichten Verlängerung der 
1 Die Figur 254 stellt die auf '13 Größe reduzierte Abbildung eines männlichen 
Schädels dar, der von langem, schmalem Gesicht und hoher Nase, vollkommen richtig 
proportioniert war. Die Abbildung ist mit dem Orthoskop hergestellt, und wie die 
Abbildungen der Skelete in diesem Buch eine geometrisch richtige Nachbildung des 
Originales. 
        

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