Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1953164
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Zweiter 
Teil. 
Vierter Abschnitt. 
15-5 Teile der Körperhöhe; das stimmt mit den Angaben QUETELEufs 
überein, der bei seinen belgischen Grenadieren 15-4 und bei den Antiken 
14-9 im Mittel gefunden hat.  
Wie schon einmal erwähnt wurde, hat die Antike ihren Menschen 
keine kleinen Füße gemacht; das beweist neben dem Augenschein 
auch die obige Nebeneinanderstellung mit den Füßen der belgischen 
Grenadiere. Innerhalb der letzten 4000 Jahre hat sich also die Pro- 
portion der Fußlänge zu der Höhe des Körpers nicht geändert, das geht 
daraus deutlich hervor.  Die Fußlänge beträgt, wie andere Proportions- 
lehren besagen, eine Kopflänge und eine Nasenlänge dazu, vorausgesetzt, 
daß die betreHende Nase nicht zu kurz ist. 
2) Die Lange des Fußrückens, von der vorderen Gelenkfalte am 
Sprunggelenk, die bei dem Strecken des Fußes (Dorsalflexion) entsteht, 
bis zur Spitze des Fußes beträgt 10 Teile der Körperhöhe. Eine andere 
Art der Vergleichung hat richtig gefunden, daß diese Lange gleich sei 
mit derjenigen der gestreckten Hand, oder ebensoviel betrage, wie die 
Gesichtslänge (von der Haargrenze bis zum Kinn). 
Der Umfang des Oberschenkels beträgt llfz mal den Umfang der 
Wade, der Ümfang der Wade beträgt lljz mal den Umfang des Oberarmes. 
Für Angaben über die Proportionen des Armes im Vergleich zu 
der Körperhöhe und über die Proportionen der einzelnen Abschnitte des 
Armes unter sich ist eine genaue Bestimmung dessen, was in der Pro- 
portionslehre als Arm bezeichnet wird, unerläßlich. Unter Arm und 
unter Armlange versteht man die Gliedmaße von der Schulterhöhe 
(Akromion) bis zur Spitze des Mittelüngers. Für die Messungen an dem 
Arm giebt es keinen besseren Ausgangspunkt als die Schulterhöhe. Sie 
laßt sich sehen und fühlen; bei der aufrechten Haltung des Körpers sind 
die beweglichen Schultern durch die Muskeln in einer bestimmten Stellung 
fixiert, die bei allen Männern, ohne "hängende Schultern" infolge eines 
schlecht gebauten Brustkorbes, so ziemlich die nämliche ist. Bei Messungen 
am Lebenden sind stets die "angezogenen" Schultern zu verlangen, damit 
die Maße möglichst gleich ausfallen, denn bei schlechter Stellung sinkt 
selbstverständlich auch die Hand weiter herab, und der Arm ist im Ver- 
gleich zur Körperhöhe um 2-5 Centimeter tiefer herabgerückt und damit 
also langer geworden. 
Die Länge des Armes beträgt bei der Figur 252, bei 
der die Stelle des Akromion genau zu erkennen ist 44 Teile 
Nach den Messungen QUETELETiS beträgt sie bei den 
Grenadieren.               44-5" 
' Man sieht, die Übereinstimmung ist eine fast vollkommene. 
Spitze des Mittelfingers erreicht dabei die Mitte des Obersehenkels: 
Die Entfernung der Spitze vom Scheitel beträgt   61 Teile 
Die Entfernung von der Fußsohle beträgt      39 „ 
Die
        

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