Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1953030
der 
Mechanik 
und 
Stellungen 
der 
Ortsbewegung. 
517 
können, so sänke es so weit, bis das Maximum der Krümmung dieser beweglichen 
Säule erreicht wäre. Der nächste beste Versuch am eigenen Körper kann uns über- 
zeugen, daß, sobald wir die Muskeln des Rückens abspannen, der Rumpf die ge- 
bückte Haltung annimmt. Zweifler, Welche die kräftige Mitwirkung der Rumpf- 
muskeln für das aufrechte Sitzen leugnen, mögen sich an die Schwankungen er- 
innern, welche der Oberkörper eines Schlafenden, der auf einem Sitze ohne Rück- 
lehne ruht, beständig zeigt. Die Herrschaft über die Muskeln ist im Schlafe herab- 
gesetzt und mit dem Aufhören des Willens-Impulses sinkt die Masse bald nach vorn, 
bald nach der Seite; wenn der Schlaf tief geworden ist, stürzt sie endlich zur Erde, 
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Fig. 250. Skizze nach einem Kupferstich von MARC Amen. 
ist er weniger tief, dann entstehen im rechten Augenblick noch Reiiexbewegungen, 
welche den Schwerpunkt in eine günstige Lage zurückführen. Kräftige Personen 
sitzen gerade, schwache und ermiidete stützen den Oberkörper auf die Arme und 
ein Zeichen höchster Kraftlosigkeit ist es, wenn der Sitzende in sich 
zusammensinkt. 
Die vordere Sitzlage ist jene Art des Sitzens, bei der der Körper vorgebeugt 
ist, wobei er sich entweder mittelst der Arme auf einen Tisch stemmt oder wenn dies 
nicht möglich ist, sich auf einen Oberschenkel stützt. Dabei geht die Schwerlinie 
vor den Sitzknorren herab. Der Sitzende nimmt also noch die Arme zu Hilfe, um 
durch Sie den Rumpf tragen zu lassen und die Muskeln zu entlasten. Wir sehen 
deshalb, daß der am Tisch Sitzende bald den einen, bald den andern Arm auflegt, 
sich mit der Brust anlehnt, mit den Händen den Rand des Sitzes faßt, um den 
Riickenmuskeln wenigstens für einige Zeit ihre Last abzunehmen. -Bekannt ist jene
        

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