Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1952836
des Kindes. 
Anatomie 
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deutlich hervor. Die quere Gesäßfalte ist sehr tief, die rechte von der 
linken etwas verschieden, sobald die Stellung der Beine nicht genau die 
nämliche ist. 
Zusammenstellung der Proportionen des Kindes im Alter von 2-4 Jahren, die 
Körperlänge : 100 angenommen: 
Körperlänge :                  100 Teile 
Vom Scheitel bis zum Nabel             54 „ 
Vom Nabel bis zur Fußsohle             46 „ 
Kopf und Rumpf bis zum Damm (sog. Sitzhöhe)      61 „ 
Länge der Beine.                 39 „ 
Länge des Oberschenkels              16 „ 
Länge des Unterschenkels              19 „ 
 4 „ 
 Länge des Armes von dem Akromion bis zur Spitze des 
Mitteliingers        i.          42 „ 
Länge des Oberarmes bis zur Ellbeuge         19 „ 
Länge des Vorderarmes von der Ellbeuge bis zur Gelenkfalte 
 13„ 
Länge der Hand bis zur Spitze des Mittelfingers      10 „ 
Kopfhöhe vom Scheitel bis zum unteren Rand des Kinns   22 „ 
Kopfbreite an der breitesten Stelle           15 „ 
Köpflänge von der Stirn zum Hinterhaupt       17 „ 
Querdurchmesser des Beckens gleich Kopfbreite      15 „ 
Gesichtshöhe gerechnet von der Nasenwurzel zum Kinn   10 „ 
Bei der Angabe dieser Maße wurde vorzugsweise die Proportion des kräftigen 
2112 jährigen Knaben berücksichtigt. Auch in diesem Alter ist die Variabilität sehr 
ansehnlich und kann die Gesichtshöhe, obwohl das kindliche Gebiß vollendet ist, 
zwischen 9 und 15 schwanken. 
W. Prrrzmzn, Sozial-anthropologische Studien. Zeitschrift für Morphologie und 
Anthropologie, I. 1899. 
Besondere Merkmale der einzelnen Körperabschnitte. Der Kopf des 
Neugeborenen zeigt eine auffallende Verkümmerung des Gesichtsschädels 
zwischen Nasenwurzel und Kinn. Es rührt dies von dem Fehlen der 
Zähne her; das Kind hat in der Regel bei seiner Geburt keine Zähne; 
die Keime stecken noch in der Tiefe der Zahnsäckchen und werden erst 
nach und nach mit den Kronen hervorgeschoben. Ein Blick auf die 
Figuren 243 und 244 zeigt den bedeutenden Unterschied in der Konfiguration 
der Gesichtsknochen des Kindes und des Erwachsenen. Die beiden Schädel 
sind mit dem Orthoskop gezeichnet, stellen also geometrische Aufnahmen 
dar; sie sind ferner in der Horizontalen aufgestellt, welche den unteren 
Augenhöhlenrand mit dem oberen Rand des Gehörorganes verbindet. 
Beide Schädel sind in gleicher Höhe orientiert mittelst einer Linie, welche 
quer durch die Spitze der Augenhöhlenpyramide zieht. So wird es deut- 
lieh, wie unfertig bei dem Kinde Ober- und Unterkiefer sind, und wie sie 
trotz der bedeutenden Größe des kindlichen Kopfes dennoch die am 
meisten zurückgebliebenen Teile darstellen. Der kleine, von oben 
KOLLMANN, Plastische Anatomie. II. Auß. 32
        

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