Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1952805
494 
Zweiter Teil. 
Zweiter 
Abschnitt. 
gleichzeitig den Sohamberg und den Unterleib begrenzt. Die Abgrenzung 
gegen die Beine ist scharf durch die tief eingeschnittene Schenkelbeuge, 
die aber dann hinaufsteigt, um sich nach außen zu wenden. Vom Hüft- 
bein herab kommt die Beckenlinie, die in eine, nach kurzem Verlauf 
endigende Leistenlinie übergeht. 
Die Arme besitzen, die Körperlänge : 100 angenommen, von 
dem Akromion bis zur Spitze des Mittelfingers     
Die Länge des Oberarmes bis zur Ellbeuge. ;      
Die Länge des Vorderarmes von" der Ellbeuge bis zur Gelenk- 
falteanderHand.               
Länge der Hand bis zur Spitze des Mittelfingers      
42-4 Teile 
19 n 
13 
10 
75 
77 
Die Arme sehen kräftig aus, der Deltamuskel ist schon in den Haupt- 
formen zu erkennen und setzt die breite Nackenlinie fort, welche den 
Oberkörper des Kindes abschließt, auch der Biceps grenzt sich deutlich 
ab und die Stelle des Ellbogens ist unverkennbar. Der Vorderarm ist 
von dem des Erwachsenen sehr verschieden, denn die Verschmalerung 
über dem Handgelenk fehlt fast vollständig (vergl. die Figg. 239 und 240). 
All das, was über die Formen des Handgelenkes des Erwachsenen mit- 
geteilt wurde (Seite 158) findet auf dasjenige des Kindes keine Anwendung. 
Die Grenze zwischen Vorderarm und Hand wird lediglich durch tief ein- 
geschnittene Gelenkfurchen dargestellt. Jene der Speichenseite ist be- 
sonders stark. Sie umgreift nicht das ganze Handgelenk; von der Speichen- 
seite kommt ihr eine andere weniger tief eingeschnittene Gelenkfurche 
entgegen (Fig. 239), die allmählich auf dem Handrücken ausläuft. Die 
Linie des Vorderarmes schwillt über diesen beiden Gelenkfurchen etwas 
an, bedingt durch die Verdickung der Speiche und des Köpfchens der 
Elle. Bei rachitischen Kindern, deren Verknöcherung nicht regelmäßig 
abläuft, sind die Gelenkenden abnorm verdickt, während Fett und Mus- 
keln spärlich entwickelt sind. Die Hand erstreckt sich von den Gelenk- 
furchen des Handgelenkes bis zu den Fingerspitzen, zeigt also nur eine 
Gliederung in zwei Abteilungen: Mittelhand und Finger. Auf dem 
Handrücken ist die Grenze durch eine Hautfalte gegeben, die sich quer 
über das erste Glied vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger erstreckt 
(Figg. 239 und 240). Dann folgt die Unterbrechung durch die Spalte 
zwischen Daumen und Zeigefinger und am ersten Glied des Daumens tritt 
die Fortsetzung der Falte hervor (Fig. 240) und begrenzt oft durch einen 
tiefen Einschnitt den Beginn dieses Fingers. Alle diese Falten und 
Furchen rühren bei dem Kinde von der Verbindung der Haut mit den 
darunterliegenden Schichten her, zumeist mit der Fascie, wie dies schon 
im Kapitel "Haut" bei Gelegenheit der Beschreibung der Grübchen er- 
wähnt wurde. Auch an der Hand des Kindes kommen aus dem nam- 
lichen Grunde Hautgrübchen vor, die sich unmittelbar an die erwähnte 
Falte anschließen oder bei weniger stark entwickeltem Fettpolster sie er-
        

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