Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1952728
486 
Zweiter Teil. 
Zweiter Abschnitt. 
Körpermaße von Kindern im Alter zwischen 
einem und zwölf Monaten. 
(D 
v: 
E413 
G311) 
3:3 
FQX-I 
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3b 
Körperlänge : 100 angenommen 
Kopf und Rumpf bis zum Damm 
Länge der Beine       
Länge der Arme       
Sitziaölie); 
100 
69 
_30 
44 
100 
68 
32 
46 
100 
72 
28 
46 
100 
66 
34 
42  0 
Aus diesen Zahlen geht hervor, daß die Beine der Kinder sehr kurz 
sind und im Mittel nur 35 Teile messen, während Kopf und Rumpf 
beinahe 68 Teile lang sind. Mit anderen Worten, die Beine sind kaum 
ein Drittel so lang, als Kopf und Rumpf. Bei manchen Neugeborenen 
ist das Verhältnis noch ungünstiger, wie die Kolumnen 2 und 3 zeigen, 
welche zwei einzelne Kinder betreifen. Die Beine dürfen also nur ein 
Drittel der ganzen Köperlänge betragen, wenn die Proportionen richtig 
sein sollen. Beinlänge bedeutet bei diesen und den folgenden Zahlen- 
angaben stets die Länge des frei aus dem Rumpf hervortretenden Beines 
und zwar von dem Damm bis zur Fußsohle. Der Damm oder das Mittel- 
fleisch beündet sich zwischen den Beinen vom After nach vorwärts ge- 
rechnet. Von dieser Stelle aus wird die Beinlänge auch als „Schritt- 
länge" neuestens mit Recht gemessen. Von hier aus rechnet auch der 
unbefangene Beschauer stets die Lange des Beines; all das, was darüber 
sich befindet, gehört noch zu dem Rumpf. 
Von 
den 
Beinen 
sei 
ferner 
hervorgehoben ; 
Der Unterschenkel ist länger als der Oberschenkel, denn der 
Oberschenkel gemessen von dem Damm oder dem Mittel- 
iieisch bis zur Mitte der Kniescheibe hat nur      
Der Unterschenkel von der Mitte der Kniescheibe bis zur Gre- 
lenkrinne an dem Sprunggelenk           
Höhe von der Fußsohle bis zu der Gelenkrinne      
Teile 
17 
5 
7? 
17 
Diese Proportionen sind schon von A. DÜRER genau erkannt worden, 
wie die nach seinen Angaben umgereehneten Zahlen beweisen, die ich, dem 
Meister der Proportionen zu Ehren in die erste Reihe gestellt habe. Die 
fettgedruekten Zahlen der letzten Reihe stellen das Mittel von mehr als 
60 Messungen dar, die mit einer unbedeutenden Abänderung aus PFITZNEBFS 
Arbeit stammen, welche weiter unten citiert ist. 
1 Unter Sitzhöhe versteht man die Länge des Stammes, d. h. Rumpf und Kopf 
gemessen vom Scheitel zum Sitzknorren. Diese Sitzhöhe ist gleich mit der Höhe 
vom Scheitel zum Damm. Ist die Sitzhöhe wie oben angegeben : 66, dann beträgt 
die Länge der Beine, die Körperhöhe 2 100 gesetzt, 34 Teile. Ist die eine Zahl 
bekannt, so. läßt sich ,die andere nach einfacher Addition bis zur Zahl Hundert her- 
ausfinden.
        

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