Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1952526
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Zweiter Teil. 
Erster Abschnitt. 
Beugung werden einige Teile deutlicher, weil die Fettpolster dann in der 
Tiefe des Gelenkes versinken. Auch am Unterschenkel ist die Haut so 
  mit Fett gepolstert, daß man kaum mehr als eine 
f  schwache Andeutung der bei dem Manne so deut- 
  lichen vorderen Schienbeinflache und ihrer Formen 
  wiederfinden wird. 
  "a  An dem Hals und an der Brust wie an deni 
   Rücken wiederholt sich dieselbe Erscheinung. Die 
  kantigen Formen des männlichen Halses sind ver- 
    schwunden, und der Kehlkopf nur als eine leichte 
  "l 17:1, Erhöhung bemerkbar. Er ist viel kleiner als der 
   männliche, auch die Luftröhre ist enger als bei 
    T; 2„ v? dem Manne, zwei Eigenschaften, welche 
 i,   die Weichheit und Höhe der weiblichen 
   s,  Stimme genügend erklären. 
i     Uber die Schönheit des weiblichen 
Fig 233. k,  Halses sind die Meinungen geteilt. Rei 
x g  antiken Frauenbildern nahert er sich 
 X der drehrunden Form, und auch fur 
   ,   die Lebenden von heute gilt er um so 
    i"  schöner, je gleichmäßiger seine Rundung 
    ist. Deshalb gilt auch als Regel bei 
 lj Ri   der Auswahl von Modellen: 
  wenn. der Hals dünn ist und 
  i  zugleich drehrund, so ist er 
r      schön  wenn er drehrund und 
Fig    dabei dlQkllSt, so kann er sehr 
  a    haßlich sein, und noch haß- 
     f  licher kann er sein, wenn er 
 e   i. dünn und dabei nicht dreh- 
w  rund ist, denn im letzteren 
T,   Fall ist er mager, Magerkeit 
    l  j l ist aber häßlich, denn sie rührt 
     von Krankheit oder Hunger 
     her, oder von beiden zugleich, 
i"  ä und der Gedanke daran be- 
 ließ elendet auch den Beschauer. 
Fig-235- Es wird gelehrt, der Umfang 
Der Übergang vom Hals zum Nacken bei dem des Halses solle dem größten 
N :Nackenfalte; Rzgglfiliiftirblätter; lfzKopfnicker. Umfang der Wade gleicmiolg- 
men, aber dies ist unrichtig, 
er bleibt mehr oder weniger hinter dem Wadenumfang zurück (BnücKE). 
Daß es unter allen Umständen unstatthaft sei, den Kopfnicker an dem
        

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