Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1952335
Muskeln 
Gliedmaßen. 
455 
Von dem vorderen oberen Darmbeinstachel entspringend, wendet er sich 
nach der Seite und seine Sehne setzt sich direkt in die Fascie fort. Die 
Formveränderung, Welche dieser Muskel durch seine Zusammenziehung 
hervorbringt, betrifft dadurch nicht bloß seinen eigenen Muskelbauch, son- 
dern er spannt gleichzeitig einen, breiten Strang der Oberschenkelfascie, 
der sich in seiner Verlängerung befindet. Dieser Strang hat eine Breite 
von 5 Centimeter und mehr. Die Anspannung desselben setzt sich bis 
unter das Kniegelenk hinab, wo er als ein derber, daumenbreiter Strang 
das Schienbein erreicht und sich zu einem ansehnlichen Teil an dem 
äußeren Knorren befestigt. Dieser Strang ist seit lange bekannt, er ist 
ein Teil des Hüft-Schienbeinbandes (Tractus ileo-tibialis). Er zeigt den "Weg 
an, auf Welchem der Spanner der Schenkelbinde auf das Kniegelenk wirkt, 
l R - I"  Äußerer Schenkolstrecker 
K 1 
(w,   Fasciu (Tractus ilio-tibialis) 
13'    X l "j 
lceps (x 6M"- Kniescheibe 
4' 7 
j! 
Fett    Kapselfett 
x! JÄÄ  Kuiescheibenband 
Wadenbeinköpfchen   1, y  
 "VNX  Schienbeinstachel 
J 
.Wadenbeinmuskel  X 
 I x 
I 
Fig. 224. Rechtes Kniegelenk eines Mannes in starker Streckung mit dem Strang des 
Hüft-Schienbeinbandes (Ligamentuvn ileo-tibiale). Vergl. auch Figur 100 S. 190. 
um dessen gestreckte Lage zu erhalten. Der Verlauf dieses Bandes 
täuscht bei der Streckung des Beines (z. B. auch bei dem Standbein) 
einen Ansatz des äußeren Schenkelmuskels am seitlichen Knorren des 
Schienbeines vor (siehe Fig. 100, an der dieses Band kräftig hervortritt). 
Die Skizze (Figur 224) zeigt dasselbe _mit den umgebenden Teilen, sie 
ist nach dem Bein Figur 223 entworfen; daraus wird ersichtlich, daß 
das Band mit dem Ansatz des äußeren Schenkelmuskels nichts zu thun 
hat, der sich an der Seitenwand der Kniescheibe befestigt. (Vergl. Fig. 207 
auf Seite 424.) Zu diesem ebenerwahnten, mit dem Tensor fasciae zu- 
sammenhängenden Strang gehört noch jene Fortsetzung der Muskelbinde, 
welche vom Hüftbeinkamm "gegen den großen Rollhügel herabkommt, um 
sich dort sowohl" mit der Fascie" des Oberschenkels, als auch mit der 
Sehne des großen Gesäßmuskels zu verbinden. Dieser vomi Hüftbein- 
kamni entspringende Faserzug liegt auf dem mittleren Gesäßmuskel, in
        

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