Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1952244
446 
Abschnitt. 
Neunter 
Uloveweibern (Senegambien) wird mitgeteilt) sie würden den schönsten Frauen der 
kaukasischen Rasse gleichen, wenn sie nicht schwarz wären und keine Wollhaare 
hätten. Die gerade Nase, die senkrecht im Kiefer steckenden Zähne, der kleine 
Mund, das zierliche Ohr, eine tadellose Büste und selbstverständlich auch gutgeformte 
Waden schmücken diese hochgewachsenen Gestalten. Das Alles ist ein guter Beweis 
für den obigen Satz, weil diese schwarzen Schönheiten aus jenem Teil Afrikas stammen, 
der sonst ausschließlich die klassische Negerrasse mit dem erschreckenden Prognatis- 
mus beherbergen soll. 
Die 
Muskeln 
des 
Fufses. 
Die Muskulatur des Fußes ist ausschließlich für die Bewegung der 
Zehen bestimmt, wobei in allen wesentlichen Punkten eine Überein- 
stimmung mit den Muskeln der Hand erkennbar ist.  Die Muskeln 
scheiden sich in Muskeln des Fußrückens und in Muskeln der Sohlen- 
iläche.  Die ersteren stellen eine einzige dünne Schichte dar, welche 
durch die von dem Unterschenkel herabkommenden Sehnen gekreuzt wird, 
und über die eine Fortsetzung der Schenkelfascie hinwegzieht. Die letz- 
teren sind in bedeutender Anzahl vorhanden und zugleich in ähnlicher 
Weise wie diejenigen der Hand angeordnet, insofern als sie mit aller 
Schärfe in Muskeln der großen Zehe, in Muskeln der kleinen Zehe und 
in Muskeln der Sohlenmitte gesondert sind. Unter ihnen wird der Fuß 
von einer derben Fascie (Fasmla plantaris) bedeckt, welche am Fersen- 
bein beginnt und sich durch den Hohlfuß bis zu den Zehen erstreckt. 
Sie nimmt vorzugsweise die Mitte der Sohlenfläche ein, zu beiden Seiten 
treten die von einer dünnen Fascie bedeckten Muskelmassen des äußeren 
und inneren Fußrandes hervor. Zwischen Haut und Fascie liegt eine 
Fettschichte, die den Druck der Körperlast gegen die harte Unterlage so 
gleichmäßig über die Sohlenfläche verteilt, daß unter normalen Umständen 
die zahlreichen Nerven vor schmerzlicher Empfindung gesichert sind. 
Die Fascie des Unterschenkels erhält in der Höhe des Sprung- 
gelenkes bedeutende Verstärkungen. Es treten in ihr zunächst quere 
Züge auf, welche von der Schienbeinkante zu der Wadenbeinkante ziehen 
(Fig. 207 Nr. 15) und als vorderes Ringband (Ligamenttom annulare antervlus) 
bezeichnet werden. Etwas tiefer treten neue Bündel auf, die kreuzweise 
übereinander wegziehen, sich durchiiechten und mit den darunter liegen- 
den Knochen in Verbindung treten. Auf diese Weise entsteht ein festes 
Band, das, künstlich abgegrenzt, die in Figur 219 Nr.5 dargestellte Form 
eines schief liegenden Kreuzes besitzt und als Kreuzband (Ligamentum 
cruciatunz) benannt ist. Unter ihm ziehen die Sehnen der vorderen Unter- 
schenkelmuskeln zu ihren Endpunkten, jede in einen besonderen Kanal 
eingeschlossen. Von innen nach außen gehend folgen sich: 
1 1m Rocnmßxunna, Etudes morphologiques, physiologiques et pathologiques sur 
1a femme et Penfant dans la raee Oulove. Revue d'Anthr0p01ogie T. IV (1881) 
S. 260. Mit einer Tafel, das Uloveweib in ganzer Figur.
        

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