Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1952130
Die 
Muskeln 
des 
Unterschenkels. 
Die Muskeln des Unterschenkels sind im Beginn von starkem Um- 
fang, die Fleischmassen liegen wie bei dem Vorderarm am Ursprung; 
der Ansatz ist dagegen verschmalert, weil lange Sehnen aus den Muskel- 
bauchen hervorgehen; diese Sehnen bedingen die, gegen das Sprunggelenk 
zu, sich verjüngende Gestalt des Unterschenkels. Die an der Hinterflache 
mächtiger entwickelten Muskelmassen bezeichnet man als Wade. Die 
Muskulatur des Unterschenkels ist durch eine geringere Anzahl von Mus- 
keln hergestellt im Vergleich mit dem Vorderarm, Was der geminderten 
Mannigfaltigkeit der Bewegungen des Fußes entspricht. Die Muskeln 
zerfallen in drei Gruppen, in vordere, seitliche und hintere Muskeln. 
1) Die vorderen Muskeln des Unterschenkels sind sämtlich 
lange Muskeln, welche die innere Fläche des Schienbeines, die vordere 
Schienbeinkante, ferner den inneren und äußeren Knöchel und die an- 
stoßende Partie des Wadenbeines unbedeckt lassen. Keiner dieser Mus- 
keln entspringt am Oberschenkel,  alle kommen sie vielmehr von den 
Knochen des Ünterschenkels her, deshalb ist das Kniegelenk von vorn 
in allen Teilen dem Blicke zugänglich. Sie setzen über das Sprung- 
gelenk hinweg und schicken ihre Sehnen teils zu den Mittelfußknochen, 
teils zu den Zehen. Zwischen der vorderen Schienbeinkante und dem 
Wadenbein liegen oben nur zwei Muskeln. Von innen nach außen gehend 
findet sich zunächst  
der vordere Schienbeinmuskel (M. tdbialis antiaus, Fig. 207 Nr. 12); 
er ist der stärkste von den beiden, entspringt vcn dem äußeren Knorren, 
der äußeren Flache des Schienbeines und dem Zwischenknochenbande. 
In dem unteren Drittel des Unterschenkels verwandelt er sich in eine 
starke Sehne, die über das untere Ende des Schienbeines und über das 
Sprunggelenk weg schräg nach innen lauft, um am ersten Keilbein (Os 
tarsale I) und an dem Mittelfußknochen der großen Zehe zu endigen. 
Die Form des Muskelbauches ist spindelförmig, sein innerer Rand 
steigt über die vordere Kante des Schienbeines hinüber, der entgegen- 
gesetzte drangt den benachbarten Zehenstrecker hart an das Wadenbein. 
Das Schienbein zeigt deutlich die Spuren des vorderen Schienbeinmuskels; 
denn die Schienbeinkante ist lediglich durch seine Gewalt von ihrer ge- 
raden Richtung abgelenkt. Wirkung: er hebt die Fußspitze (Dorsaliiexion) 
und den inneren Fußrandyeine Bewegung, die als Supination bezeichnet 
wird, weil dabei die Fußsohle nach oben gekehrt wird.  
Der lange Streeker der Zehen (M. extensor digitomm longus, 
Fig- 207 Nr- 11) entspringt wie der vorige von dem äußeren Schienbein- 
kllßffen, dem Zwischenknochenband, dazu aber noch weiter von dem 
Köpfchen und der vorderen Kante des Wadenbeines. Er kommt nur mit 
28:"
        

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