Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947967
Erster Abschnitt. 
durch Bänder zwar zusammengehalten 
nach einer bestimmten Regel bewegen 
werden, 
können. 
aber 
derart, 
daß 
sie 
sich 
Allgemeine 
Beschaffenheit 
eines 
Gelenkes. 
Die Gelenkenden der Knochen sind mit Knorpel überzogen, der die 
Verschiebungen durch seine glatte Beschaffenheit erleichtert und durch 
seine Elastizität jeden Stoß abschwächt. Der bläulich-weiße Knorpel- 
überzug ist nur an frischen Knochen zu sehen, er verschwindet durch die 
Fäulnis, und deshalb ist die Ausdehnung der Gelenkflächen an den ge- 
trockneten Knochen viel schwerer zu erkennen. 
Der Knorpel, in der Vulgärsprache "Kruspel", findet in dem menschlichen 
und tierischen Körper eine sehr vielseitige Verwendung. Er verbindet mit einem 
ziemlichen Grad von Festigkeit eine hohe Elastizität. Um sich von dieser hervor- 
ragenden Eigenschaft zu überzeugen, braucht man nur an das aus demselben Stoff 
gebaute Ohr zu erinnern. Welche Anforderungen werden nicht in bezug auf Festig- 
keit an das schallleitende Ansatzstück dieses Sinnesorgans gestellt, und dank seiner 
elastichen Eigenschaften widersteht es selbst heftigem Zug, und kehrt sofort wieder 
in seine ursprüngliche Form zurück. Abgesehen von der Beteiligung des Knorpels 
an der Bildung des Ohres und der Nase und der Gelenke findet er noch Verwendung 
bei der Konstruktion des Brustkorbes, und ist gerade dort von nicht geringem Ein- 
Huß auf die Leichtigkeit der Atembewegungen.  
Die Kapsel (Capsula articularis) ist ein aus derben Fasern gewebter, 
schlaifer Sack. Sie. erstreckt sic11 vom Umfang eines Gelenkkopfes zu 
Schultergräte     ä. Schulterhöhe. 
äjiyy Qrv      15.1.4?- 
  1 Obere Kapselwaud. 
Uutergrätengrube 6-"   ' f:  
   ßä?   
(I!  a,  5 Großer Hocker. 
     
Seitlicher Rand  r  ;    wvßai). 
W aM I  l      
 ä v E X- if?   
 g: 2 Ü 13.32  
h? E? mm  211,! 
ä ß 1x E ä  
z: 3 s: "1 N Et 3.11; 
S f" '11 E m  
g 5 ä ä 2' ä  
  ß w: "ß    
ä, ä g g, H: 
u: m g, 
Fig. 5. Kapsel des Oberanngelenks. 
der gegenüber liegenden Pfanne (Fig. 5 Nr. 1, 1', 2). An ihrer inneren 
Oberfläche ist sie von einer weichen, blutreichen Membran ausgekleidet, 
welche beständig feucht ist und die sogenannte Gelenkschmiere (Synovia) 
absondert. Durch sie wird der ganze Binnenraum des Gelenkes, die so- 
genannte Gelenkhöhle, beständig glatt erhalten.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.