Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947958
Das 
Skelet. 
bekanntesten sind die zackigen Nähte am Schadeldach (Fig. 3), deren 
Verlauf bei Kahlkölafen durch die Haut hindurch bemerkbar ist. Ein 
weiches aber doch sehr zahes Bindemittel dient als Kitt, um die 
sich berührenden Knochenräinder aneinander zu heften. Diese Nähte so- 
wohl in der eben beschriebenen klassischen Form, welche an die Ver- 
zahnungen bei der Heiztechnik unserer Möbel erinnert, wie als sog. 
Schuppennaht, Summ squamosa, bei der sich die Ränder etwas über- 
einanderschieben, kommen bei den Menschen nur zwischen den einzelnen 
Schädelknochen vor. 
In der Tierwelt finden sich Nähte auch zwischen anderen Knochen als den Kopf- 
knochen, so z. B. zwischen den Platten des Rückenschildes der Schildkröten. Man 
hat deshalb ein Fragment einer solchen Platte von einer riesigen vorweltlichen Schild- 
kröte eine Zeitlang für den Schädelknochen eines präadamitischen Riesen gehalten. 
Große Festigkeit, aber gleichzeitig schon einen bestimmten Grad von 
Beweglichkeit zeigen die Knorpel-Fu gen (Synchondroses). Größere Knochen- 
flaclien werden durch knorpelige 
Scheiben und straffe Bänder zu-  m,  
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sammengehaiten. DleKllßrpßlsßhel-  Willi-Ei;  
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tät, um ein Minimum von Beweg-  
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lichkeit zu gestatten. Diese Art l    
der Verbindung gehört ausschließ-    
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lich der Wirbelsaule und dem z U 
Becken an. Da die in der Mittel-   
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so wird es, verstandlich, warum v,     
zwischen ihnen keine leicht beweg-     
      
liehen Gelenke, sondern feste Sym-  
      
physen vorkommen müssen, warum    55 
elastische Knorpelscheiben (Fig. 4  "Wli f 
Nr. 2), die sich zusammdrüoken  1,; e  
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lassen und, sobald der Druck nach- v i"    
läßt, Wieder in ihre frühere Form lälg. 4. Funf Lendenwirbel durch die 
zur" kk h f" d_ Zwischenwirbelscheibenverbunden im'Pi'ofil. 
uc e ren, ur iesen Zweck 1_ Körper. 3. Gelenkforitsätze, 
VGTWQDdGiZ wurden. Dlß Reihe der 2. Die Zwischenwir- 4. Querfortsätze, 
Wirbel wird auf diese Weise zu bgäiisilfläfäeäfnor" 5' Domfortsatze" 
einer federnden Säule, welche ohne 
Anwendung von Muskelkraft wieder in ihre frühere Stellung zurückkehrt. 
 Von allen Knochenverbindungen ist das eigentliche Gelenk (Artieulatio) 
die häufigste Form. Es besteht in der Verbindung zweier oder mehrerer 
Knochen, welche durch überknor elte Gelenkflächen aneinanderstoßen und 
P
        

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