Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1951998
Muskeln 
Gliedmaßen. 
der 
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sondern schräg nach außen und unten; sie verläuft, weil die Zusammen- 
ziehung des Muskels fehlt, flach und in weitem Bogen.  Mit einer 
Haltung des Körpers, wobei die Last auf einem Bein ruht, ist auch die 
Stellung des Beckens geändert: auf der Seite des Standbeines steht der 
obere Rand des Hüftbeinkammes höher, als auf der Seite des Spielbeines, 
(Fig. 205); damit hängt auch die Richtung der Wirbelsäule und die 
Richtung des Rumpfes zusammen, insofern die Last auf das Standbein 
verlegt wird.  Die in Figur 205 abgebildete Form des Gesäßes auf der 
Standbeinseite kann, wenn das Gleichgewicht balanciert ist, rasch vorüber- 
gehen und der Muskel dann ausruhen.  Im Alter hängt das Gesäß schlaff 
herab, in der Jugend ist es prall. Zwischen diesen beiden Formen 
Trochantergrube  
Trochanter 
Standbein 
K 2 T 
Hiiftbeinkamm 
Spielbein 
Fig. 205. Die Formen des großen Gesäßmuskels an dem Standbein (links) und an 
dem Spielbein (rechts). An dem Standbein ist der Muskel zusammengezogen und die 
Glutaealfalte querverlanfend, rechts ist an dem Spielbein der Muskel erschlafft, hängt, 
seinem eigenen Gewicht folgend, herab und die Gesäßfalte verläuft schief. 
kommen viele Verschiedenheiten 
Beines im Gelenk abhängen. 
VOT: 
welche 
auch 
VOD 
der 
Stellung 
des 
Die innere, schaufelförmige Fläche des Hüftbeines ist ebenfalls, 
wie die äußere, von kräftigen Muskeln bedeckt, welche dadurch auf die 
Formen des freistehenden Beines von Einfluß werden, daß sie die Leibes- 
höhle verlassen. Unter dem Leistenband, zwischen dem vorderen, oberen 
Darmbeinstachel und dem Anfang des horizontalen Schambeinastes ver- 
lassen sie ihre, nur nach Eröffnung der Bauchhöhle sichtbare Bahn, um 
sich mit einer gemeinschaftlichen Sehne an dem kleinen Rollhügel zu be- 
festigen. Es ist ein ansehnlicher Muskelbauch, der sich unter dem 
Leistenband hindurchschiebt (Fig. 207 Nr. 17) und so jene Fülle bedingt, 
welche den vorderen Rand des Hüftbeines bedeckt. Das Leistenband 
wird, je nach dem Umfang des Muskelbauches, entweder mehr gewölbt
        

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